Zahl der Infizierten steigt nur leicht - Quarantäne für Reisende

Coronavirus

Im Kreis Coesfeld steigt die Zahl der Neuinfizierten am Ostersonntag nur leicht. Der Kreis verweist aber auch noch einmal auf eine Neuregelung: die Quarantäne-Pflicht für Reisende.

12.04.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während der Kreis Unna bereits bekannt gegeben hat, dass er erst am Ostermontag wieder Meldungen zu neuen Infizierungen mit dem Coronavirus heraus gibt, gibt der Kreis Coesfeld auch am Ostersonntag eine Wasserstandsmeldung. Demnach sind im Vergleich zum Karfreitag für den gesamten Kreis drei neue Infizierungen hinzugekommen. Damit liegt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen bei 454 Fällen.

Für Olfen und Nordkirchen bleibt es demnach bei den auch am Freitag gemeldeten Infizierungen von 19 in Nordkirchen und 16 in Olfen. In Lüdinghausen gibt es 47 Fälle, in Ascheberg 37. Nach wie vor die meisten Fälle gibt es in Dülmen mit 133. 22 Menschen im Kreis Coesfeld werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, sieben davon auf der Intensivstation. Es bleibt bei elf Todesfällen.

Zudem verweist der Kreis in seiner Mitteilung auf die seit Karfreitag geltenden Einreisebestimmungen. Nach dieser Verordnung müssen Personen, die mehr als 72 Stunden im Ausland waren, nach Deutschland einreisen und dann in den Kreis Coesfeld zurückkommen, für 14 Tage zuhause oder in einer anderen Unterkunft bleiben.

Beim Kreisgesundheitsamt melden

„Betroffene müssen sich beim Kreisgesundheitsamt Coesfeld melden“, teilt der Kreis hierzu mit. Dies ist per Mail an infektionsschutz@kreis-coesfeld.de mit dem Betreff „Reiserückkehrer“ möglich – unter Angabe der Kontaktdaten und einer Telefonnummer, unter der man erreichbar ist.

Die Regelung gilt nicht für Grenzpendler, Personen, die im grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Gütertransport tätig sind, Personen, deren Tätigkeit notwendig ist, um das Gesundheitswesen und die staatlichen Aufgaben aufrechtzuerhalten oder Personen, die eine triftigen Reisegrund haben (zum Beispiel Teilnahme an Beerdigungen oder ähnliches).

Diese Ausnahmen gelten, ohne dass es einer von einer Behörde erteilten Ausnahmegenehmigung bedarf. Weitere Ausnahmen und Befreiungen können im Einzelfall zugelassen werden. Zuständig dafür ist dann das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

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