Erst seit einem Jahr ist Mika Grau als Leichtathletik beim SuS Olfen aktiv und zeigt bereits nach dieser kurzen Zeit großes Potenzial. © privat
Leichtathletik

Aus dem Nichts zur sensationellen Premiere: Sprinttalent des SuS Olfen sorgt für große Überraschung

Noch nie zuvor stand ein junges Sprinttalent des SuS Olfen bei einem Wettkampf an der Startlinie. Bei seiner Premiere schaffte der Leichtathlet auf der Bahn aber gleich eine kleine Sensation.

Erst seit rund zwei Jahren ist er in der Leichtathletik aktiv und bringt schon jetzt eine blitzschnelle Zeit auf die Bahn. Das ist insofern erstaunlich, weil der junge Athlet praktisch aus dem Nichts kommt und gleich mit starken Leistungen überzeugt.

Die Rede ist von Mika Grau, M14-Athlet beim SuS Olfen. Bei seinem ersten Wettkampf überhaupt sorgte er in Recklinghausen Anfang Juli für die ganz große Überraschung mit starken 12,21 Sekunden über die 100 Meter. Damit steht er in der deutschen Bestenliste sogar auf Rang 23 für seine Altersklasse in diesem Jahr.

Sprinten gefällt dem jungen Athleten bisher am meisten.
Sprinten gefällt dem jungen Athleten bisher am meisten. © privat © privat

Schon im Training hatte sich diese Zeit aber angekündigt, weiß sein Trainer Rüdiger Lenz, der Mika Grau seit dem Sommer vergangenen Jahres betreut. Dass sein Schützling dann so früh so schnell werden wird, hat den 55-Jährigen aber überrascht. „Das habe ich wirklich nicht erwartet und die 12,21 Sekunden sind für sein Alter richtig gut.“

Die Leistung des jungen Athleten sei zudem noch einmal höher zu bewerten, da durch die Pandemie ein normales Training lange Zeit nicht möglich gewesen ist und der Breitensport lange auf eine Rückkehr zur Normalität warten musste.

Große Überraschung bei erstem Wettkampf

Auch Mika Grau war sichtlich erstaunt, über seine Leistung in Recklinghausen. Vor allem weil er zuvor noch nie bei einem Leichtathletik-Wettkampf gestartet und die Aufregung am Start ziemlich groß war. „Ich konnte erst gar nicht einschätzen, wie gut meine Zeit im Vergleich zu den anderen ist und wollte das mit der Position in der Bestenliste nicht so recht glauben“, erklärt Mika Grau.

Nach seiner erfolgreichen Premiere auf der Bahn freut sich Grau nun noch mehr auf weitere Wettkämpfe – am liebsten wieder über die 100 Meter, denn Laufen gefällt dem 14-Jährige am meisten. Auch sein Coach sieht in dem jungen Athleten für die kommenden Jahre eher einen Sprintertypen.

Fokus auf vielseitiges Training beim SuS Olfen

Im Training selbst steht aber die Vielseitigkeit und nicht nur eine Disziplin im Fokus. In der Jugend orientiere man sich oftmals erst auf den Mehrkampf, bevor dann in der U18 eine Spezialisierung stattfindet, erklärt Bernhard Bußmann, Vorsitzender und Trainer beim SuS Olfen. Durch diese Herangehensweise sollen die Athleten die wichtigsten Grundlagen erlernen.

Der Olfener Coach sieht aber immer wieder, dass Trainer versuchen, im jungen Alter eine Disziplin viel zu intensiv zu trainieren. Das gehe oftmals nach hinten los, da Athleten zwar relativ früh gute Leistungen bringen, aber auch rasch wieder verschleißen. „Es geht um die Langfristigkeit und nicht um den schnellen Erfolg“, so Bußmann.

Bei Mika Grau sei in Zukunft auf jeden Fall noch viel Potenzial vorhanden, weiß sein Coach Rüdiger Lenz. Da er noch nicht so lange dabei ist, gibt es auch noch einige Sachen, an denen der junge Athlet arbeiten muss – etwa an seinem Laufstil. Bis zu seinem nächsten Wettkampf im September, der Westfalenmeisterschaft, hat er nun noch ein bisschen Zeit, um dann vielleicht eine noch schnellere Zeit auf die Bahn zu bringen.

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