Schmerzhafte Augenblicke für einen Vinnumer Spieler, der zuvor zwei Treffer markierte. © Jura Weitzel
Fußball

Bitter: Stammspieler von Westfalia Vinnum fehlt zum Pflichtspiel-Auftakt

Westfalia Vinnum spielt bislang eine ausgezeichnete Vorbereitung. Zuletzt gelang dem A-Ligisten ein Sieg gegen das höherklassige BW Alstedde – der Doppel-Torschütze aus dem Spiel fehlt Vinnum nun aber verletzt.

Von bislang sechs Testspielen hat Westfalia Vinnum fünf als Sieger beendet, nur zum Auftakt gegen TuS Niederaden holte der A-Kreisligist lediglich ein Unentschieden. Zuletzt besiegte Vinnum den Bezirksligisten BW Alstedde mit 2:0, musste den Erfolg aber teuer bezahlen: Ausgerechnet der Doppelpacker verletzte sich kurz vor dem Spielende und wird der Mannschaft von Trainer Dennis Gerleve aller Voraussicht nach zum Pflichtspiel-Auftakt fehlen.

Es hätte ein richtig schöner Tag werden können für Yusuf Demir. Vinnums Nummer Zehn hatte beide Tore erzielt und seine Mannschaft gegen Alstedde auf die Siegerstraße gebracht, ehe die 85. Minute kam: Demir wagte sich wieder einmal ins Dribbling, knickte dabei allerdings um. Unter großen Schmerzen schleppte sich der Offensiv-Spieler vom Platz, das linke Sprunggelenk wurde umgehend mit Eisspray bearbeitet.

Yusuf Demir ist der Schmerz ins Gesicht geschrieben.
Yusuf Demir ist der Schmerz ins Gesicht geschrieben. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Ein paar Tage und einen Arztbesuch später weiß Demir mehr: „Zum Glück ist nichts gerissen. Weil das Gelenk aber immer noch sehr geschwollen ist, konnte der Arzt nichts Hundertprozentiges sagen. Am wahrscheinlichsten ist aber eine Überdehnung der Bänder.“

Nach wie vor bereitet das linke Sprunggelenk Schmerzen, richtig auftreten kann Demir immer noch nicht. Seine Prognose: „Ich hoffe, dass ich in zwei, drei Wochen wieder auf dem Platz stehen kann.“ Damit würde er den Pflichtspiel-Auftakt verpassen: Am 15. August trifft Vinnum im Kreispokal auf den Bezirksligisten SV Lippramsdorf.

Dass Vinnum mit klassenhöheren Gegnern klarkommt, zeigte sich gegen Alstedde. Dort agierte die Westfalia sehr defensiv, überließ dem Kontrahenten das Gros an Spielanteilen. „Das wird auf Dauer nicht unsere Art sein, gegen so einen Gegner war es aber notwendig“, erklärt Demir.

Er selbst spielte vornehmlich auf der Achter-Position, schaltete sich aber immer wieder – vor allem über den linken Flügel – gefährlich in die Offensive ein. „Ich spiele am liebsten zentral, da fühle ich mich wohl“, so Demir, der sowohl mit feiner Technik als auch rustikalen Zweikämpfen überzeugt.

Gekonnt trifft Yusuf Demir in dieser Szene zum 2:0 gegen BW Alstedde.
Gekonnt trifft Yusuf Demir in dieser Szene zum 2:0 gegen BW Alstedde. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Auch wenn Demir vorerst fehlen wird, ist er voller Zuversicht, dass Vinnum eine gute Rolle spielen wird: „Ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft als Team agiert. Alle sind wirklich hochmotiviert, die Stimmung passt, aber auch das Spielerische.“

Alle Neuzugänge hätten bislang einen guten Eindruck hinterlassen, Robin Hagenmeyer hebt Demir allerdings hervor: „Er wird ein wichtiger Mann für uns sein.“ Auch Hagenmeyer muss aktuell verletzt pausieren, wird aber bald wieder auf dem Platz stehen.

Das will auch Yusuf Demir – spätestens zum ersten Liga-Spieltag am letzten Wochenende im August. Den Eindruck aus der Vorsaison, als Vinnum nach sieben Spielen nur vier Punkte auf dem Konto hatte, will er dann schleunigst vergessen machen: „Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber unser Ziel könnten schon die ersten fünf Plätze sein.“

Den Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit legt Vinnum aktuell. Gegen Alstedde hat Demir nur eine Sache nicht gefallen – der verschossene Elfmeter von Fatih Cengiz. „Ich glaube, dass Fatih erstmal aussetzt beim nächsten Elfer. Mal sehen, wer den dann schießen wird“, sagt Demir augenzwinkernd.

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