Marcel Gebauer (l.) und Dennis Gerleve übernehmen bei Westfalia Vinnum. © Westfalia Vinnum
Meinung

Die Entscheidung von Westfalia Vinnum ist überraschend – und gleichzeitig logisch

In Dennis Gerleve und Marcell Gebauer hat Westfalia Vinnum ein neues Trainerduo. Dem Klub ist ein Coup gelungen, der überraschend kommt, aber folgerichtig ist, meint unser Autor.

Seit Sonntagmittag ist es offiziell: Dennis Gerleve und Marcell Gebauer sollen Westfalia Vinnum aus dem Tabellenkeller der Fußball-Kreisliga A führen. Dass der Verein dieses Duo als neues Trainergespann präsentierte, kommt durchaus überraschend.

Innerhalb der Sportredaktion gab es einige Diskussionen, wer denn für das Traineramt bei der Westfalia in Frage kommt. Die Namen Gerleve und Gebauer fielen eher nicht. Hier ist den Vinnumern eine Überraschung geglückt.

Aber auch aus einem anderen Grund kommt die Verpflichtung insbesondere von Dennis Gerleve unerwartet. Denn der Verein konnte einen Spieler überreden an der Borker Straße zu übernehmen, der sonst in der Bezirksliga für BW Alstedde in der Stammelf aufgelaufen ist.

Westfalia Vinnum schließt eine Lücke

Gleichzeitig schließt Vinnum die Lücke, die Giuliano Buccini durch seinen Abgang als spielender Co-Trainer hinterlassen hat. Mit der Verpflichtung von Gerleve gelingt Westfalia Vinnum zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sportlich könnte es sogar ein Schritt nach vorne sein.

Der Westfalia könnte hier ein echter Coup gelungen sein. Einerseits kommt es vielleicht etwas überraschend, dass Vinnum einen Spieler einer Bezirksliga-Mittelfeldmannschaft loseisen kann. Andererseits ist es logisch, dass der Klub die sich hier ihm bietende Chance ergriffen hat.

Allerdings wird Gerleve das Ruder nicht alleine rumreißen können. Nur wenn die Mannschaft, die der Sportliche Leiter Patrick Roser bei der Entlassung von Gerleves Vorgänger Michael Nachtigall in die Pflicht nahm, auch mitzieht, kann der Umschwung gelingen. Der Verein hat so gut wie alle Optionen ausgeschöpft, um die Trendwende zu schaffen. Ausreden, falls es doch schiefgeht, sollte es eigentlich also keine mehr geben.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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