Die Handballer des SuS Olfen mussten sich für die kommende Saison aufgrund von Personalmangel neu aufstellen. © Sebastian Reith
Handball

Durchwachsende Vorbereitung und neue Konstellation: SuS Olfen startet in eine ungewisse Saison

Die Handballer des SuS Olfen stehen kurz vor dem Start in die neue Saison. Durch die Pandemie gestaltete sich die Vorbereitung aber nicht immer einfach. Hinzu kam eine neue Teamkonstellation.

Für die Handballer des SuS Olfen geht es endlich wieder mit einer richtigen und hoffentlich durchspielbaren Saison in der Kreisliga los. Doch personell gab es im Vorfeld so einige Probleme. Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass es für den Ligabetrieb nicht genug Spieler in der ersten Mannschaft gab.

Vor allem die Abgänge von Benedikt Höning und Lukas Scholten als Leistungsträger schmerzten besonders. Die Verantwortlichen entschieden sich für eine Zusammenlegung der Teams, damit man überhaupt starten kann.

Dadurch, dass die erste und zweite Mannschaft für die kommende Saison nun zusammenspielt, können die Trainer auf einen relativ großen Kader von 25 Mann zurückgreifen – im Training manchmal fast schon zu viel, findet Handball-Abteilungsteiler Michael Scholten. Zum Teil komme einem das aber entgegen, da nicht immer das gesamte Team bei den Einheiten dabei ist.

Grundsätzlich sei die Beteiligung in der letzten Zeit auch etwas zurückhaltend gewesen. „Vielen fällt es noch schwer, sich nach einer so langen Pause wieder aufzuraffen“, so Scholten. In den vergangenen Wochen merkte der 49-Jährige jedoch, dass die Energie im Team deutlich anzog.

Testspiele liefen trotz durchwachsener Vorbereitung gut

Bevor es am Samstag (19 Uhr) gegen den TuS Hattingen III in der Liga losgeht, hatte der SuS Olfen in der etwas durchwachsenen Vorbereitungszeit mehrmals die Chance, die eigenen Form zu testen. Und Scholten zeigt sich im Rückblick zufrieden. „Dafür, dass wir so schlecht reingekommen sind, waren die Ergebnisse überraschend gut.“

Michael Scholten und der SuS Olfen starten in die Saison in der Kreisliga.
Michael Scholten und der SuS Olfen starten in die Saison in der Kreisliga. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Gerade gegen die zweite Mannschaft des VfL Brambauer habe man sich mit einem Unentschieden gut in den Griff gekriegt. Gerade sei man dabei, noch mehr in die Abläufe reinzukommen und sich wieder an bestimmte Dinge auf dem Feld zu gewöhnen.

Für Scholten hätten aber gerne noch ein paar mehr Testspiele im Kalender stehen können, doch durch Corona war dieser Wunsch nicht umzusetzen. Trotzdem ist die Freude im zusammengelegten Team groß, dass die Saison nun endlich losgeht. Möglichst früh viele Punkte holen, sei die Devise, so der Handball-Abteilungsleiter. Der 49-Jährige hofft auch, dass der SuS Olfen so lange wie möglich spielen kann und nicht wieder aufgrund der Pandemie unterbrochen wird – so wie im vergangenen Jahr.

Gegner des SuS Olfen sind vor dem Saisonstart kaum einzuschätzen

Eine genaue Einschätzung der Gegner kann Scholten nicht liefern. „Ich habe einfach kein gutes Bild, wie die anderen Mannschaften drauf sind. Wir haben uns sonst immer gut austauschen können.“

Der Start am Samstag sei deswegen auch bisschen wie eine „Blackbox“, niemand wüsste so recht, was passiere. Der SuS Olfen will sich aber einfach auf seine eigene Stärke besinnen und die liegt ganz klar in der Deckung. Außerdem ist die Mannschaft fast vollständig fit und wettbewerbsfähig. Lediglich Till Ott und Moritz Wienken fallen verletzungsbedingt aus.

Und doch gibt es durch die personellen Veränderungen wohl noch langfristige Auswirkungen auf das gesamte Team. Michael Scholten merkte bereits in den Testspielen, dass die Abgänge von Lukas Scholten und Benedikt Höning nicht spurlos an der Spielweise der Mannschaft vorbeigeht. „Das werden wir wohl auch noch längere Zeit merken, dass die beiden fehlen.“

Nichtsdestotrotz gibt es nun einige andere Spieler, die ihre Chance auf dem Feld bekommen. „Wir werden uns wundern, was sie im Stande sind zu leisten“, erklärt Scholten.

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