Patrick Linnemann muss verletzungsbedingt auf einen Spieler verzichten. © Matthias Henkel
Fußball

Eingewechselt, ausgewechselt, ausgeschieden: Spieler des SuS Olfen erlebt völlig gebrauchten Tag

Das Ausscheiden des SuS Olfen aus dem Pokal war nicht nur wegen einer Roten Karte nach Spielschluss bitter. Zusätzlich verletzt sich ein Spieler unter ziemlich unglücklichen Umständen.

Bitterer hätte es für den SuS Olfen beim Fußball-Kreispokalspiel kaum laufen können. Als sei es nicht genug gewesen, dass der Bezirksligist beim A-Ligisten SW Holtwick ausschied oder der SuS nach dem Abpfiff seinen Kapitän Marvin Böttcher mit einer Roten Karte verlor und wohl zum Saisonauftakt auf ihn verzichten muss, zusätzlich verletzten sich zwei Spieler der Grün-Weißen. Für einen von ihnen kam es gleich doppelt bitter.

SuS Olfen legt unglücklichen Pokal-Auftritt hin

Das liegt nicht an der Art der Verletzung. Denn Jens Wennemann verdrehte sich „nur“ das Knie. „Nichts Wildes“, wie er sagt. Bei einer Klärungsaktion blieb Wennemann im Boden hängen und überstreckte das Knie.

Jens Wennemann musste nach seiner Einwechslung schon vor dem Spielende das Feld wieder verlassen.
Jens Wennemann musste nach seiner Einwechslung schon vor dem Spielende das Feld wieder verlassen. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Bitterer waren da andere Umstände. Denn Wennemann wurde erst nach einer Stunde eingewechselt, um den angeschlagenen Sven Schlestein zu ersetzen. Nach etwas mehr als 20 Minuten ist die Partie für Wennemann aber schon wieder gelaufen. Nach besagter Aktion geht es nicht mehr weiter und er muss fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wieder ausgewechselt werden.

„Das ist scheiße“, erklärt Wennemann, „man will alles geben und dann verletzt man sich so dämlich und unglücklich.“

Mindestens unglücklich war auch der Auftritt des SuS im Pokal gegen Holtwick. Trainer Patrick Linnemann hatte von einem phasenweise „ängstlichen“ Auftritt seiner Mannschaft gesprochen. „Wir hatten keinen Mut nach vorne zu spielen, waren nicht so entschlossen wie normalerweise“, stimmt Wennemann zu. „Das wurde dann eiskalt bestraft.“

Jens Wennemann und Patrick Linnemann blicken nach vorne

Eigentlich sei die Mannschaft vor der Partie guter Dinge gewesen. „Daher bin ich total verwundert, dass wir so ängstlich waren“, sagt Wennemann. Ebenso wie Coach Linnemann will er aber das Spiel abhaken und nach vorne blicken. „Ich denke, jeder hat gemerkt, dass er zu 100 Prozent da sein muss. Wir müssen hoch fokussiert sein und uns trauen, nach vorne zu spielen“, kennt Jens Wennemann den Weg. „Wir dürfen nicht zu passiv werden und müssen lernen, solche Spiele für uns zu nutzen.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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