Lukas Scholten verlässt den SuS Olfen. © Weitzel
Handball

Lukas Scholten verlässt SuS Olfen und geht zum VfL Brambauer: „Richtiger Zeitpunkt“

In Lukas Scholten wird einer der besten Handballer des SuS Olfen ab der kommenden Saison für den VfL Brambauer auflaufen. Der 24-Jährige wird den SuS vermissen, hat aber gute Gründe für den Wechsel.

Für die Handballer des SuS Olfen ist es keine gute Nachricht. Das Team aus der Kreisliga Industrie verliert in Lukas Scholten einen Leistungsträger. Scholten schließt sich zur neuen Saison dem VfL Brambauer an, dessen erste Mannschaft in der Landesliga spielt.

Zunächst aber soll Scholten für die Bezirksliga-Reserve zum Einsatz kommen und behutsam für das Landesliga-Team aufgebaut werden. Scholten selbst formuliert einen Anspruch, auf Dauer in die Erste aufzurücken, gibt sich selbst aber nötige Zeit, um dieses Ziel zu erreichen: „Ich will mich interessant machen in Brambauer. Die Leute sollen sehen, dass ich Bock habe, in der Landesliga zu zocken. Deswegen werde ich Gas geben.“

Lukas Scholten hinterlässt eine große Lücke beim SuS Olfen

Beim baldigen Ex-Klub SuS Olfen wird Scholten eine große Lücker hinterlassen. Der 24-Jährige avancierte in den vergangenen Jahren zu einem Leistungsträger in Olfen. „Er ist ein herausragender Führungsspieler“, sagt Michael Scholten, Lukas‘ Vater und Vorstand der Handballabteilung.

Lukas Scholten will bald für den VfL Brambauer jubeln.
Lukas Scholten will bald für den VfL Brambauer jubeln. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

„Als Vater sage ich: ‚Das muss er machen!‘ Aber für den Verein ist ein richtiger Verlust – sportlich und menschlich“, so Michael Scholten. „Das Zwischenmenschliche werden wir sicher auffangen, aber sportlich wird das schwierig.“ Immerhin glaubt er, sein Sohn habe sich den richtigen Klub ausgesucht: „Brambauer hat ein tolles Vereinsleben, das steht uns in nichts nach.“

Den Zusammenhalt in Olfen wird Lukas Scholten allerdings vermissen, wie er sagt. „Es ist schade, dass ich jetzt ohne Zuschauer, ohne Mannschaft und ohne letztes Spiel wechsele.“ Allerdings stellt der linke Rückraumspieler klar: „Es ist jetzt die richtige Zeit, woanders zu spielen. Deswegen habe ich die Chance jetzt auch ergriffen.“

Scholten, der Marktleiter einer Filiale einer Getränkekette ist, erfuhr nach der Bekanntgabe seines Wechsels viel Unterstützung. Niemand habe es ihm geneidet, dass er künftig für Brambauer auflaufen werde, vielmehr hätten ihn Glück- und Erfolgswünsche der Teamkollegen und aus seinem Umfeld erreicht. „Den Wechsel hat keiner böse aufgenommen“, sagt Scholten, „sicher auch, weil alle wissen, dass ich Handball lebe.“

Zweite Mannschaft des VfL Brambauer wird verstärkt

Aber der kommenden Saison wird das in Brambauers Zweiter der Fall sein. Die Bezirksligamannschaft soll auch mit A-Junioren des Vereins verstärkt werden – ein Umstand, den Scholten ausdrücklich begrüßt: „Mir hat das gefallen. A-Junioren sind immer motiviert. Auch das war für mich ausschlaggebend.“ Beim SuS war die Motivation in der Mannschaft nicht immer vorhanden. „Oft waren nur vier, fünf Leute beim Online-Training“, berichtet Scholten.

In Brambauer soll das anders werden, was Lukas Scholten entgegen kommt: „Ich spiele Handball nicht nur aus Spaß, sondern auch für mich selbst, weil ich Erfolge sehen will.“ Diese sollen bald kommen – erst einmal in der Bezirks-, später in der Landesliga. Und perspektivisch vielleicht ja sogar darüber hinaus. Aber auch in Olfen gibt es einen Funken Optimismus: „Ich habe die Hoffnung, dass Lukas irgendwann nach Olfen zurückkehrt“, sagt Michael Scholten.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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