Die Kinder und Jugendlichen wollen schnell auf die Plätze zurück. © Teri Herrero
Fußball

Öffnung der Sportanlagen: „Die Kinder drängeln und wollen auf den Platz“

Mit den ersten Lockerungen ist bald auch wieder Jugendtraining möglich. Die Vereine wollen möglichst bald Einheiten anbieten, legen aber unterschiedliche Geschwindigkeiten vor.

Kein Sport, keine Freunde, allgemein keine sozialen Kontakte: Besonders Kinder leiden in der Pandemie. Die Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch stellt nun erste Lockerungen in Aussicht – auch im Jugendsportbereich. Demnach kann ab Montag bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 „Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich“ ermöglicht werden.

Nachwuchs des SuS Olfen will zurück auf den Platz

Geht es nach dem Sport-Nachwuchs, soll es bald wieder auf die Plätze gehen. „Die Kinder sind alle heiß“, sagt Christiane Klann, Fußball-Jugendleiterin beim SuS Olfen. „Ich arbeite in einer Grundschule und da fragen mich die Kinder ständig, wann es weitergeht.“

Christiane Klann berichtet, dass der SuS Olfen es seinem Nachwuchs möglichst bald ermöglichen will, wieder auf dem Feld zu stehen.
Christiane Klann berichtet, dass der SuS Olfen es seinem Nachwuchs möglichst bald ermöglichen will, wieder auf dem Feld zu stehen. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Seit dem 22. Februar ist Einzeltraining wieder erlaubt. Der SuS macht davon Gebrauch, überließ bislang aber den einzelnen Abteilungen die Umsetzung. So trainieren die Leichtathleten bereits wieder, während sich die Fußballer noch gedulden müssen.

„Sobald wir uns in der Lage fühlen, unser Hygienekonzept umsetzen zu können, hoffe ich, dass wir wieder in Zehnergruppen trainieren können“, berichtet Klann. Bis dahin müssen sich die Kinder und Jugendlichen aber noch gedulden. Der Verein plant nun die nächsten Schritte. Klann ist aber zuversichtlich, dem Nachwuchs bald wieder mehr Möglichkeiten eröffnen zu können. „Ich bin guter Dinge, dass das klappt“, sagt die Jugendleiterin.

Ähnlich sieht die Lage beim PSV Bork aus. Dort wollen die Verantwortlichen zunächst abwarten, wie die Beschlüsse umgesetzt werden sollen. „Wir werden das erst sichten und dann umsetzen, was möglich ist“, sagt Oliver Brockmeier, Jugendleiter beim PSV.

Kinder beim PSV Bork scharren mit den Hufen

Auch hier scharren die Kinder und Jugendlichen bereits mit den Hufen. Der Verein sei bereits wegen Wiederaufnahme des Trainings kontaktiert worden, die Anrufer habe er zunächst auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten müssen, so Brockmeier. „Sobald es möglich ist, werden wir aber den Kindern ermöglichen, wieder zu trainieren“, sagt er.

Einen etwas anderen Weg geht die Jugendspielgemeinschaft des FC Nordkirchen, SV Südkirchen und SC Capelle. Zwar stimmt die JSG darin überein, wie wichtig Training für den Nachwuchs ist. „Die Kinder drängeln und wollen auf den Platz“, sagt Jugendkoordinator Dietmar Koch.

Bei der JSG steht aber bereits der grobe Fahrplan. „Wir werden den Schritt mitgehen, wenn Kontaktsport erlaubt ist“, so Koch. „Wir werden Training erst anbieten, wenn keine Tests notwendig sind, alles andere ist illusorisch.“ Einheiten mit Abstand seien insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen nicht realisierbar. „Wir befürchten zwar, dass uns einige Kinder abspringen werden“, sagt Koch, „wir wollen aber nichts riskieren. Die Gesundheit geht vor.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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