Patrick Linnemann muss beim SuS Olfen erstmal auf einen Stammspieler verzichten. © Schürmann
Fußball

Ohne Fremdeinwirkung: Derby endet für Spieler des SuS Olfen im Krankenhaus

Für einen Spieler des SuS Olfen endete das Bezirksliga-Derby gegen Union Lüdinghausen im Krankenhaus. Nun hat er auch seine Diagnose, wie es weitergeht.

Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen Union Lüdinghausen und dem SuS Olfen entwickelte sich am vergangenen Sonntag zu einem echten Spektakel. In der Nachspielzeit sah Union schon wie der sichere Sieger aus, aber der SuS glich tatsächlich per Doppelschlag innerhalb weniger Minuten aus. Während ganz Olfen danach feierte, ging es für einen Spieler aus zwei Gründen ins Krankenhaus.

„Das war ein ganz dummes Ding“, erzählt Jan Stember, Torwart beim SuS. „Ich habe den Ball weggeschossen und bin dabei umgeknickt. Ohne Fremdeinwirkung habe ich nun einen Muskelfaserriss im Oberschenkel.“ Doch der Schlussmann hatte eigentlich Glück im Unglück, denn so wird er seiner Mannschaft nur etwa drei Wochen fehlen. Anhand der Schmerzen hätte es noch wesentlich schlimmer sein können.

Jan Stember hat sich gegen Union Lüdinghausen eine Platzwunde am Kopf zugezogen.
Jan Stember hat sich gegen Union Lüdinghausen eine Platzwunde am Kopf zugezogen. © Henkel © Henkel

Und dabei wirkte es für die zahlreichen Derby-Zuschauer so, als wäre nicht der Oberschenkel der Grund für Stembers Auswechslung in der 52. Minute gewesen, sondern eigentlich eine Kopfverletzung. Seit Mitte der ersten Halbzeit spielte der Torwart nämlich mit einem Turban.

„Da hatte Lüdinghausen eine Ecke scharf reingebracht und ein Stürmer traf mich mit seinem Knie am Hinterkopf, als ich zum Ball springen wollte“, erinnert er sich. Mit der Platzwunde spielte er zwar erst weiter, fuhr aber nach dem Spiel ins Krankenhaus und dort wurde die Wunde mit zwei Stichen genäht.

„Für mich war es also ein sehr ereignisreiches Derby“, sagt der Doppel-Verletzte mit einer guten Portion Galgenhumor, doch zumindest der Ausgang des Spiels gegen Lüdinghausen freut Jan Stember sehr: „Anhand des Spielverlaufs ist dieser Punkt natürlich großartig, aber ich glaube, dass wir uns den auch komplett verdient haben. Es war ein gutes Spiel und die Jungs haben alles gegeben. Wir hatten sogar Chancen, das Spiel zu gewinnen.“

Jan Stember lobt die jungen Spieler in ihrem ersten Derby

Dabei war es für viele Kicker im Kader des Bezirksligisten das erste echte Derby gegen den Nachbarn – zumindest im Seniorenbereich. „Das ist natürlich ein großer Unterschied zwischen so einem Spiel bei den Herren und in der A-Jugend. Aber gerade die jungen Spieler waren extrem heiß und wollten das Ding unbedingt gewinnen“, so Stember, der auch gerne als älterer Hase beim Anspornen eine Führungsrolle übernommen hat.

Gerade im Vergleich zum vergangenen Jahr sei dies ein völlig anderes Bild, was sein Team abgeben würde: „Man muss schon sagen, dass sich in der letzten Saison sehr viel Unmut innerhalb der Mannschaft aufgestaut hat und das scheint nun alles wie weggeblasen. Es ist eigentlich ein komplett neues Team mit ganz vielen jungen Spielern, aber die Vorbereitung hat uns richtig zusammengerauft.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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