Der SuS Olfen ist voll auf die neue Saison fokussiert. © Sebastian Reith
Fußball

SuS Olfen in die Landesliga? „Warten wir drei Jahre“

Die Mannschaft des SuS Olfen wird sich an einigen Stellen verändern. Einer der Neuen kann seine Lust auf Fußball „kaum in Worte fassen“ – und wartet mit einer starken Ansage auf.

Die annullierte Saison ist in mehrerlei Hinsicht für den SuS Olfen eine Spielzeit zum Vergessen. Corona-bedingt machte der Fußball-Bezirksligist lediglich sechs Spiele. Sportlich sprangen dabei gerade einmal vier Punkte heraus. An der Hoddenstraße dürften die meisten Verantwortlichen froh sein, dass sich der Blick auf die neue Saison richtet.

Dabei laufen die Planungen auf Hochtouren. Unter anderem werden sechs Spieler aus der eigenen Jugend das Bezirksligateam verstärken. Einer von ihnen ist Leon Breuer. Der 18-Jährige bringt es sogar bereits auf einen Einsatz für die erste Mannschaft. Beim 1:3 im Kreispokal gegen Landesligist Eintracht Ahaus wurde Breuer in der zweiten Hälfte eingewechselt.

Leon Breuer fehlt ein Jahr

„Da hat man gesehen, was das körperlich und vom Tempo im Vergleich zu den Junioren ist“, erinnert sich Breuer. „Ich habe zwar nur eine halbe Stunde gespielt, aber danach war ich ganz schön aus der Puste.“ Immerhin weiß der angehende Abiturient, woran er arbeiten kann. Gleichzeitig fehlt ihm – wie den anderen aus dem Juniorenbereich hochkommenden Spielern – ein gutes Jahr, in dem er nicht Fußball spielen konnte.

Leon Breuer, hier noch als B-Junior, verstärkt die Bezirksliga-Mannschaft des SuS Olfen in der neuen Saison.
Leon Breuer, hier noch als B-Junior, verstärkt die Bezirksliga-Mannschaft des SuS Olfen in der neuen Saison. © Reith © Reith

Der Schritt in den Seniorenbereich für seinen Jahrgang könnte ein noch größerer sein als ohnehin schon. „Der wäre so oder so groß. Wenn ich als 18-Jähriger gegen einen 25-Jährigen spiele, wird das harte Arbeit“, meint Breuer hingegen. „Corona hat das sicherlich nicht erleichtert.“

An der Motivation wird es aber nicht scheitern. „Es ist nicht in Worte zu fassen, wie heiß ich auf Fußball bin“, sagt Breuer. Der 18-Jährige hat einen eigenen Weg gefunden, der zeigt, wie sehr er den Fußball vermisst: „Ich habe mir auf dem Handy einen Countdown gestellt, wann es wieder losgeht.“

Dass Breuer seinen Weg in Olfen fortsetzt, dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits ist da seine lange Vereinszugehörigkeit. Seit einem vierten Lebensjahr tritt er für den SuS Olfen vor den Ball. Zudem sind in dieser Zeit Freundschaften entstanden, die ihn zum Bleiben bewegten.

Aber auch Trainer Patrick Linnemann hatte einen Anteil daran, dass er bleibt. Er lasse ein etwas anderes System spielen, bei dem die Außenverteidiger, wie Breuer einer ist, vermehrt am Spielaufbau teilnehmen. „Das ist etwas anderes als das, was ich kenne“, so Breuer. „Das hat mein Interesse geweckt.“

Wichtig für den 18-Jährigen wird in der neuen Saison sein, auf Spielzeit zu kommen. Sorgen, dass er sich vor allem auf der Bank wiederfindet, macht sich Breuer nicht: „Patrick Linnemann hat versichert, dass es kein Nachteil ist, dass ich 18 Jahre alt bin. Er schaut darauf, wie viel Bock man hat und was man kann“, so Breuer. „Ich denke, wenn ich mich reinhänge, ist das kein großes Problem.“

Für den SuS Olfen geht es um den Klassenerhalt – oder mehr?

Mit dem SuS Olfen will der Außenverteidiger in der neuen Saison erstmal um den Klassenerhalt spielen – und Breuer ist sich sicher, dass dieser gelingen wird: „Wir werden das schaffen, da habe ich Vertrauen.“

Die Bezirksliga muss dabei nicht das Ende sein. Schließlich wird noch einiges an Entwicklung vorangehen bei Leon Breuer. Mit 18 Jahren dürfte der Außenverteidiger sportlich noch mindestens einen Sprung nach vorne machen. Vielleicht geht es dann ja perspektivisch Richtung Landesliga. „Ich hätte schon Bock, das auszutesten“, meint Breuer. Nur mit dem SuS Olfen könnte das schwierig werden. Leon Breuer teilt diese Meinung nicht. Er schlägt da deutlich forschere Töne an: „Warten wir drei Jahre, dann haben wir die Landesliga in Olfen.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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