Auf Leon Westrup (l.) und den SuS Olfen kommt viel Neues zu. © Ebmeier
Fußball

Viele Absteiger und neue Liga: SuS Olfen steht vor „einer richtigen Herausforderung“

Mit der Umgliederung in die unbekannte Bezirksliga 9 und der großen Anzahl an Absteiger steht der SuS Olfen vor einem schwierigen Jahr. Die ersten Spiele werden deshalb entscheidend sein.

Kemminghausen, Eichlinghofen und Castrop-Rauxel. Mit der Umgliederung in die Bezirksliga-Staffel 9 stehen die Fußballer des SuS Olfen vor Gegner, die sie so noch überhaupt nicht kennen. Genau deshalb wird auch das erste Spiel gegen einen bekannten Gegner so entscheidend.

„Die tragen hier eben nicht unbedingt Schuhgröße 45“, scherzt SuS-Trainer Jupp Ovelhey, der seine Mannschaft generell lieber in einer anderen Staffel gesehen hätte. „Du merkst in dieser Liga einfach, dass eher der Ruhrpott-Flair herrscht. Das sind keine Kloppertruppen, aber einfach Mannschaften, die ein bisschen mehr über den Kampf kommen. Das kennen wir so noch nicht.“

Das Testspiel am Montagabend gegen die Sportfreunde Wanne-Eickel war deshalb schon ein erstes Kennenlernen mit der neuen Region. „Du hast in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir mit diesem Spielsystem noch überhaupt nicht zurechtkamen. Als der ein oder andere da zum Sprint angezogen hat, dachte ich schon: Boah, da kommt keiner aus meinem Team hinterher“, staunte Jupp Ovelhey nicht schlecht.

SuS Olfen möchte die große Vorjahres-Baustelle beheben

Genau deshalb möchte der Coach auch an einer Baustelle arbeiten, an der es letztes Jahr noch gehakt hat: „Ich habe gehört, dass sie oft Probleme hatten, eine vernünftige Mannschaft auf den Platz zu stellen. Spieler mussten teilweise auf Position spielen, die sie nie zuvor gespielt hatten. Deswegen sitzen wir daran, einen sehr breiten Kader aufzustellen, der wirklich auf möglichst jede Situation gut reagieren kann. Das wird natürlich eine richtige Herausforderung.“

Und zumindest beim Testspiel gegen die in der Staffel 10 spielende Gegner aus Wanne-Eickel funktionierte das schon mal nahezu perfekt. Beim Stand von 0:2 wechselte Ovelhey mit Sebastian Rast und Felix Schröder zwei Spieler ein, die die Partie nahezu im Alleingang drehten. Besonders Schröder stellte die Ruhrgebiets-Abwehr mit seinem hohen Tempo immer wieder vor große Schwierigkeiten.

Die größte Herausforderung der neuen Spielzeit dürfte aber die Anzahl der Absteiger sein. Vier von 16 Mannschaften müssen am Saisonende den direkten Weg zurück in die Kreisliga A gehen. „Vier Absteiger sind natürlich sehr viel, aber das kann man noch gar nicht richtig einschätzen. Abgesehen von Nordkirchen, Lüdinghausen und Waltrop sind das alles ganz andere Spielweisen. Wobei ich Nordkirchen da sogar mittlerweile rausstreichen würde“, so der Coach.

Deshalb sei der Auftakt gegen Lüdinghausen besonders wichtig. „Das ist dann schon der erste Fingerzeig, bei dem wir dann vielleicht auch schon sehen, wo wir hingehören.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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