Dennis Gerleve ist im kommenden Jahr bei Westfalia Vinnum im Einsatz. © Timo Janisch
Fußball

Von BW Alstedde nach Vinnum: Dennis Gerleve im ersten Interview als Westfalia-Coach

Diese Nachricht vom Sonntagnachmittag als überraschend zu bezeichnen, wäre wohl fast noch untertrieben. Dennis Gerleve übernimmt das Traineramt beim Recklinghauser A-Ligisten Westfalia Vinnum.

Dass es während der Corona-Pause doch noch einmal richtig spannend wird um die heimischen Vereine, war so nicht zu erwarten. Doch dann ließ Patrick Roser, Sportlicher Leiter von Westfalia Vinnum, am Sonntag die Bombe platzen. Dennis Gerleve (36) wird der neue Trainer des A-Ligisten. Im Interview mit RN-Mitarbeiter Nico Ebmeier zeigte sich der Neu-Coach angriffslustig.

Dennis Gerleve, dass Sie aus Alstedde nach Vinnum wechseln, kam dann doch etwas überraschend. Wie kam es dazu?

Ja, auf jeden Fall. Das Ganze war total ungewöhnlich und auch auf jeden Fall überraschend. Aber so ist es manchmal im Fußball. Vor zwei oder drei Wochen kam Vinnum auf mich zu und fragt mich an. Nun bin ich schon Trainer hier. Das ging doch alles leider relativ schnell.

Leider?

Also leider für Alstedde. Ich freue mich natürlich über den Schritt. (lacht) Ich habe mich in Alstedde eigentlich super wohl gefühlt und dass ich den Verein dann so schnell wieder verlasse, tut mir dann natürlich total leid. Aber ich möchte mich auch bedanken, denn es ist nicht selbstverständlich, dass sie mir keine Steine in den Weg gelegt haben und mich bei der Entscheidung unterstützt haben.

Westfalia Vinnum stellte am Sonntag Marcel Gebauer (l.) und Dennis Gerleve als neues Trainer gespann vor. © Westfalia Vinnum © Westfalia Vinnum

Sie kommen ursprünglich aus dem Lüner und Dortmunder Raum, haben auch schon drei Jahre in Nordkirchen gespielt. Kennen Sie die Vinnumer Liga überhaupt?

Ganz ehrlich? Nicht wirklich. (lacht) Ich kenne keine einzige Mannschaft aus dem Kreis Recklinghausen, aber vielleicht macht das diese Aufgabe gerade so reizvoll. Es ist ein komplett neues Umfeld und ich möchte hier etwas Großes aufbauen.

Was genau macht die Aufgabe Westfalia Vinnum denn so besonders?

Diese Mannschaft und dieser Verein hat definitiv viel mehr Potential als der Tabellenstand aktuell hergibt. Die letzten Jahre waren schwierig, aber wir wollen hier wieder oben angreifen. Dass das nicht leicht wird, ist klar.

Wie werden jetzt die ersten Wochen unter Trainer Gerleve aussehen?

Natürlich geht es jetzt erstmal darum, die Mannschaft kennenzulernen. Auch wenn das in dieser Phase besonders schwierig ist. Bisher kenne ich nur Daniel Wessels aus der gemeinsamen Zeit in Nordkirchen. Ich werde den Jungs nun auf jeden Fall einen vernünftigen Trainingsplan an die Hand geben, damit wir, wenn es dann irgendwann wieder los geht, richtig fit sein werden. Wir wollen direkt durchstarten. Für eine genaue Zielsetzung in der Zukunft ist es jetzt aber noch viel zu früh.

Das bedeutet, dass alles auf den Klassenerhalt gesetzt wird?

Ja klar, das ist das uneingeschränkte Ziel. Für uns ist ab dem Re-Start jedes Spiel ein absolutes Endspiel und ich glaube, dass wir diese Aufgabe auch annehmen und meistern werden.

Beim BV Lünen waren Sie vier Jahre lang Trainer, in Alstedde dann aber zuletzt nur Co-Trainer. Wollten Sie auch alle Zügel wieder in der eigenen Hand haben?

Das klingt jetzt komisch, aber eigentlich überhaupt nicht. (lacht) Ich habe es tatsächlich ziemlich genossen, in Alstedde nur der zweite Mann zu sein. Dann kann man auch mal ein bisschen entspannter in den Spieltag gehen und ist nicht sofort im Rampenlicht, wenn es sehr gut oder sehr schlecht läuft. Aber natürlich hat es auch einen großen Reiz, wieder erster Trainer zu sein.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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