Fatih Cengiz (l.) und Westfalia Vinnum mussten sich dem SV Lippramsdorf und Justus Jansen geschlagen geben. © Jura Weitzel
Fußball

Westfalia Vinnum leistet erbitterten Widerstand gegen SV Lippramsdorf

Im Kreispokal setzt sich der favorisierte SV Lippramsdorf gegen Westfalia Vinnum durch. Allerdings ist es ein hartes Stück Arbeit für den LSV, der in der nächsten Runde erneut der Favorit ist.

Eigentlich waren die Rollen klar verteilt: Der SV Lippramsdorf, in der vergangenen Saison in der Spitzengruppe der Fußball-Bezirksliga 14, ging als klarer Favorit in die Partie gegen Westfalia Vinnum, das in den vergangenen beiden Jahren um den Klassenerhalt in der Kreisliga A bangen musste. Letztendlich setze sich der LSV bei der Westfalia zwar knapp mit 1:0 (1:0) durch, mit so viel Widerstand der Schwarzgelben dürften die Gäste, die in der Vorbereitung mit ordentlichen Ergebnissen (unter anderem ein 1:1 gegen das Landesliga-Team TuS Haltern am See) aufwarteten, aber nicht erwartet haben.

Denn wer hier Favorit und wer Außenseiter war, ließ sich nicht genau sagen. Im ersten Durchgang hatte Lippramsdorf zwar mehr Ballbesitz, die Westfalia-Defensive verschob jedoch geschickt und ließ kaum Torchancen für die Gäste zu. „Defensiv haben wir es über 90 Minuten richtig gut gemacht“, sagte Vinnums Spielertrainer Dennis Gerleve.

Henrik Kleinefeld trifft gegen Westfalia Vinnum

Nur einmal war die Vinnumer Elf nicht auf dem Posten. In der 34. Minute spielte Lippramsdorf Henrik Kleinefeld frei, der Marcel Müller im Vinnumer Tor überwand und ins lange Eck traf – der entscheidende Treffer am Sonntagnachmittag.

LSV-Coach Sven Kmetsch erkannte ebenfalls gute Leistungen – beider Mannschaften: „Das Ziel war es weiterzukommen. Das haben wir gegen einen guten A-Ligisten, der uns alles abverlangt hat, geschafft.“

Die Westfalia machte die Räume eng und ließ den Bezirksligisten kaum zur Entfaltung kommen. Allerdings litten darunter auch die eigenen Offensivbemühungen: „Wir wollten immer wieder Nadelstiche setzen, das ist uns leider nicht gelungen“, so Gerleve.

In der zweiten Hälfte waren die Hausherren dann etwas präsenter und investierten mehr, um den Ausgleich zu erzielen. Allerdings hielten die Lippramsdorfer die Vinnumer aus der Gefahrenzone fern – außer bei Standardsituationen. Der LSV hingegen hätte die Partie vor dem Ende früher für sich entscheiden können, ließ das 2:0 bei Kontersituationen aber liegen.

„Wir hätten in der zweiten Halbzeit die Konter besser ausspielen müssen“, kritisierte Kmetsch, der aber auch auf die dünne Personaldecke verwies, die ihn dazu zwang, Spieler der zweiten Mannschaft einzusetzen. „An sie geht mein spezieller Dank“, so der Ex-Profi. „In dieser neuen Defensive ist es nicht so einfach, die nötige Ruhe und Sicherheit zu haben.“

SV Lippramsdorf trifft auf die die SG Horneburg

„Auch wenn wir uns keine 100-prozentige Torchance erspielt haben, haben wir es heute gut gemacht“, sagte Gerleve trotz des Ausscheidens. Auch wenn der Trainer etwas enttäuscht wirkte, war er nicht unzufrieden: „Heute war es noch einmal ein absoluter Härtetest, den wir mit Bravour bestanden haben.“ Der Blick bei der Westfalia geht nun Richtung Saisonstart Ende August.

Auch sein Gegenüber Kmetsch lobte den Auftritt seines Teams: „Wir haben uns reingehauen und den Fight angenommen. Wir sind verdient eine Runde weiter.“ In der nächsten geht es nun gegen die SG Horneburg. Vielleicht leistet der C-Kreisligist ja ebenso erbitterten Widerstand, wie das Westfalia Vinnum am Sonntag tat.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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