Fünf Neuzugänge präsentierte Westfalia Vinnum im Sommer. © Jura Weitzel
Fußball

Westfalia Vinnum wartet sehnlichst darauf, dass zwei Sommer-Zugänge endlich durchstarten

Fünf Neue holte Westfalia Vinnum im Sommer an die Borker Straße. Drei Spieler konnten noch nicht vollends überzeugen - wie das gesamte Team. Bei zwei anderen Spielern hakt es noch aus anderen Gründen.

Untätig war Westfalia Vinnum im Sommer nicht, das kann man wahrlich nicht behaupten. Fünf Spieler verpflichtete der Fußball-A-Ligist in der vergangenen Wechselperiode. Auf dem Papier konnten die Vinnumer namhafte Spieler verpflichten.

Dennoch hatte die Westfalia mit einer sportlichen Misere zu kämpfen. Bis zum Corona-Lockdown ab November holte das Team lediglich zwei Punkte, stellt außerdem mit nur vier erzielten Treffern das offensivschwächste Team der A-Liga-Staffel Recklinghausen.

Zwei Neuzugänge von Westfalia Vinnum fehlen

Das hängt auch mit den Neuzugängen zusammen – oder vielmehr damit, dass zwei der fünf Neu-Vinnumer kaum zum Zug kamen. Zum einen ist da Murat Cengiz. Der Stürmer spielte eine gute Vorbereitung, im Spiel gegen Borussia Ahsen II kam es dann zu einem eigentlich harmlosen Pressschlag. Erst später stellte sich heraus, dass Murat Cengiz länger fehlen würde.

„Das ist sehr schade, denn wir wissen um seine Qualitäten“, sagt Patrick Roser, Sportlicher Leiter bei Westfalia Vinnum. „Er hat uns arg gefehlt, denn er ist ein Mentalitätsmonster.“ Das machte sich auch darin bemerkbar, dass der Stürmer auch weiter die Mannschaft neben dem Feld anfeuerte und sogar zu Auswärtsspielen mitfuhr.

Und dann war da der zweite Ausfall: Mert Cengiz, Bruder von Murat. „Auch er hat eine gute Vorbereitung gespielt“, berichtet Roser. „Dann ist er direkt im ersten Spiel umgeknickt.“ Mert Cengiz trug einen „etwas komplizierten Bänderriss“ (Roser) davon.

Folglich musste Vinnum auch auf Mert Cenguz verzichten. „Er ist ein Spielertyp, den man gut gebrauchen kann“, bedauert Roser den Ausfall des offensiven Mittelfeldspielers. Zwei offensive Waffen fehlten der Westfalia also – sicherlich eine Erklärung für die bisher nicht optimal verlaufene Saison.

Fatih Cengiz erzielte zwei Tore für Westfalia Vinnum. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Immerhin konnte ein dritter Offensivspieler für Vinnum auflaufen: Fatih Cengiz, Cousin von Mert und und Murat. Der Stürmer ist bislang eine der Stammkräfte an der Borker Straße. Immerhin zwei der vier Treffer erzielte Fatih Cengiz. „Wir sind von seinen Qualitäten überzeugt“, berichtet Roser. „Es lag nicht an ihm, dass wir so wenig Tore geschossen haben. Wir hätten ihn mehr füttern müssen.“

Schwankungen bei Timo Tetzlacht und Khaled Omeirat

Neu in Vinnum war vor der Saison auch Timo Tetzlacht. „Er ist ein alter Haudegen, der sich gut eingebracht hat“, sagt Roser. Auf dem Platz fällt der 40-Jährige durch seine kommunikative Art auf. „Er dirigiert viel und versucht so, seinen Mitspielern zu helfen“, so Roser. Der Sportliche Leiter berichtet aber auch von Leistungsschwankungen. „Er hatte seine Höhen und Tiefen.“ Fehlende Konstanz darf sich aber wohl der gesamte Kader zuschreiben.

Ähnliches gilt für Neuzugang Nummer fünf, Khaled Omeirat: „Viel Licht, viel Schatten“, mein Roser. „Und dann hat er eine dumme Rote Karte gesehen (beim 2:7 gegen Röllinghausen, Anm. d. Red.), da hat er sich selbst etwas rausgenommen. Aber der Junge ist 21 und wird seine Leistung noch erbringen.“

Eigentlich hätte es auch noch einen sechsten Neuling in Reihen der Vinnumer geben sollen. Noah Can Bagdat hatte bereits seine Zusage zum Wechsel an die Borker Straße gegeben. Der Spieler zog diese jedoch kurzfristig zurück, was bei der Westfalia für Ärger sorgte.

Am Ende zeigte sich Roser aber erleichtert über die Absage, da ein solcher Spieler wohl Unruhe bedeutet hätte. Zudem war er wohl auch eher als Ergänzung eingeplant – im Gegensatz zu den fünf Spielern, die Westfalia Vinnum tatsächlich holte.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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