Das erste Adventsfenster gestaltete die Showgruppe Candys. © Antje Pflips
Haus Hagen

Adventsfenster in Olfen ist ein Winter-Wimmelbild mit interaktivem Clou

Eine winterliche Wimmelbild-Landschaft hat die Showtanzgruppe „Candys“ im Schaufenster des ehemaligen Haus Hagen aufgebaut. Das erste Adventsfenster kann aber noch mehr.

Im Schaufenster des ehemaligen Haus Hagen ist eine kleine Winterwunderwelt entstanden. Es gibt einen verschneiten Tannenwald, den Weihnachtsmann, der mit seinem Rentierschlitten kurz eine Pause einlegt, dicke Schneeflocken und eine Lichtschau. Eine Eisenbahn dreht unermüdlich ihre Runden zu Füßen einer Burg, die die ganze Szenerie überragt.

Dabei haben beide Dekorationselemente einen besonderen Hintergrund. „Die Eisenbahn ist ein Erbstück der Familie Billermann. Die Burg stammt aus Kindertagen meines Mannes und ist schon 45 Jahre alt“, erklärt Melanie Töpper. Mit Ehemann Cristian und Uta Billermann hatte sie die Idee für dieses Szenario. Ein bisschen Kindheitserinnerung ist auch mit eingeflossen. Dafür sorgte Uta Billermann. „Als Kind stand ich mit leuchtenden Augen vor dem Schaufenster des KaDeWes in Berlin, wo in der Weihnachtszeit immer eine Modelleisenbahn aufgebaut war“, erzählt sie. Und was früher das KaDeWe in Berlin, das sei in Olfen das Geschäft Frölich-Kablitz gewesen.

Jedes Jahr eine Weihnachtsaktion auf dem Adventsmarkt

Leider gibt es das nicht mehr und so entstand die Winterlandschaft mit Eisenbahn und zwei Gebäuden nun im ehemaligen Haus Hagen. Bald gesellte sich auch die Burg von Cristian Töpper hinzu. „Jedes Jahr starten wir auf dem Adventsmarkt eine Weihnachtsaktion und spenden anschließend die Einnahmen für einen gute Zweck. In diesem Jahr fällt ja alles aus. Also haben wir uns gedacht, so ein wenig Freude zu bringen und ein bisschen Weihnachtsfeeling zu entwickeln“, sagt Töpper.

Das Adventsfenster ist wie ein weihnachtliches Wimmelbild. Je länger man hinsieht, desto mehr Details erkennt man in der Miniaturlandschaft. © Antje Pflips © Antje Pflips

Ab Anfang November werkelten und bastelten die Mitglieder der Candys drei Wochen lang an ihrem Fenster. Jeder für sich zu Hause. „Das war kontaktlose Vereinspflege“, sagte Töpper. Aus Holz, Watte, Kunstschnee und Pappe entstand die Winterszene. Und es gibt vieles zu entdecken. „Es ist wie ein Wimmelspiel. Je länger man schaut, um so mehr kann man erkennen“. Es gibt Wichtel mit den Gesichtern der Candys, eine Tierherde der Steverauen, einen Weihnachtsengel und Weihnachtsstern und mehr.

QR-Code macht das Fenster interaktiv

Die Tiere sind Leihgaben. „Wir haben über Facebook (FB) dazu eine Umfrage gestartet“, ergänzte Uta Billermann. Der QR-Code macht das Fenster interaktiv. Bis Ende des Monats kann das Fenster besichtigt werden. Zusätzlich gibt es jeden Tag auf der FB-Seite der Candys eine Rätselfrage. Auch Helga Eckmann und Pater Rajakumar Mathias von der katholischen Kirchengemeinde schauten kurz vorbei und waren begeistert. Eckmann freute sich, dass bis auf den 22. und 23. Dezember alle Adventstage vergeben werden konnten. Wer noch Lust dazu hat, auch ein Fenster zu gestalten, der meldet sich im Pfarrbüro unter Tel. (02595) 221 oder per E-Mail: eckmann.helga@t-online.de.

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