An Olfener Stadthalle wird ein Mobilpunkt gebaut

Mit Rad und PKW zum Bus

Seit einigen Wochen gibt es die Schnellbuslinie von Münster nach Datteln, die viele Olfener nutzen. Im Bereich der Olfener Stadthalle an der Straße Zur Geest wird nun ein neuer Mobilpunkt gebaut, der von der Linie angefahren wird. Wie der Mobilpunkt aussehen soll und was er bieten wird, lesen Sie hier.

OLFEN

, 26.09.2017, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll der Mobilpunkt an der Stadthalle Olfen aussehen.

So soll der Mobilpunkt an der Stadthalle Olfen aussehen.

Der Mobilpunkt war mal an der Bilholtstraße geplant. Warum entsteht er nun an der Stadthalle?

Wie Bürgermeister Wilhelm Sendermann erklärt, stehe an der Stadthalle mehr Fläche zur Verfügung. Besonders Parkplätze für PKW wären an der Bilholtstraße nicht ausreichend möglich gewesen.

Viele Olfener fahren mit dem Rad oder PKW zur Bushaltestelle, setzen die Fahrt dann in einem Bus fort. Gibt es Abstellplätze?

An der Stadthalle sind viele Plätze für Fahrräder vorgesehen. Auch Parkplätze für PKW wird es geben. Geplant sind zudem sogenannte „Kiss and Ride“-Parkplätze. Dabei handelt es sich um Kurzzeitplätze. Hier kann jemanden zum Bus bringen, mit einem Küsschen verabschieden. Der eine fährt dann mit dem Bus, der andere mit dem PKW wieder weg..

Gibt es auch Parkplätze für Behinderte?

Ja, es sind zwei spezielle Parkplätze geplant.

Immer mehr Bürger sind mit einem E-Bike unterwegs. Diese sind sehr teuer. Gibt es eine Möglichkeit, sein teures Fahrrad sicher abzustellen?

Neben den Fahrradständer soll es auch einen Bereich mit abschließbaren Fahrradboxen geben. Dann braucht der Busfahrgast nicht zu befürchten, dass sein Fahrrad bei der Rückkehr in Olfen verschwunden ist.

Ist eine Überdachung der Fahrradständer vorgesehen?

Der gesamte Bereich soll ein Glasdach erhalten. So sind die Fahrräder oder auch Mofas bei Regen geschützt.

Wo sind die Bushaltespuren geplant?

Diese werden an beiden Straßenseiten der Geest eingerichtet. An der Stadthallenseite fallen die jetzigen Parkplätze an der Straße weg.

Gibt es überdachte Wartebereiche?

An der Stadthallenseite gibt es zwei Wartebereiche, die auch ein Glasdach erhalten. Auf der anderen Seite steht für Wartehallen kein Platz zur Verfügung.

Müssen Fahrgäste in Richtung Lüdinghausen dann im Regen stehen?

Das müssen sie nicht. Wie Anna Finke von der Verwaltung erklärte, werde die RVM eine Tafel aufstellen, an der die Ankunftszeit der Busse mitgeteilt wird. So können die Fahrgäste bei Regen an der anderen Straßenseite warten und wenn der Bus angekündigt wird die Straßenseite wechseln.

Ist in dem Bereich ein Zebrastreifen geplant?

Wie Anna Finke mitteilt, habe die Polizei diesen aufgrund der Sichtbehinderung durch den Bus abgelehnt. Die Querungshilfe im Bereich Freiherr-vom-Stein-Straße bleibt aber bestehen.

Wie viele Busse könnten gleichzeitig halten?

Auf jeder Straßenseite gibt es Platz für zwei Busse und auch jeweils zwei Einstiegspunkte. So möchte man für die Zukunft gerüstet sein, wenn es weitere Buslinien geben könnte. Zudem kann dann auch der Bürgerbus gleichzeitig mit dem Schnellbus halten.

Muss an der Straße Zur Geest gearbeitet werden?

Da an beiden Seiten auch die Gehwegkante zu 16 Zentimeter hohen Hochbordern im Bereich der Haltestelle angelegt werden, müssen auch Straßenarbeiten durchgeführt werden. Radfahrer müssen demnächst in diesem Bereich die Straße nutzen. Das heißt, dass bei einem Radfahrer auf der Straße ein Gegenverkehr nicht möglich ist.

Ist in dem Bereich an eine Tempobegrenzung gedacht?

Dies fragten Anwohner den Bürgermeister. „Wir können uns Tempo 30 vorstellen, wollen mit der Straßenverkehrsbehörde reden“, so der Bürgermeister.

Wie hoch sind die Kosten?

Anna Finke teilte in der letzten Woche dem Bauausschuss mit, die Kosten würden sich auf 330 000 Euro belaufen. Man rechnet mit einer Förderung in Höhe von 90 Prozent.

Wann ist mit einem Baubeginn zu rechnen?

Die Arbeiten sollen in diesem Jahr beginnen.

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