Arbeitskreis arbeitet Geschichte der Olfener Friedhöfe auf und benötigt Hilfe

Olfener Friedhöfe

Der Arbeitskreis Geschichte im Olfener Heimatverein erforscht zur Zeit die Geschichte der Olfener Friedhöfe und der Bestattungskultur in Olfen. Dazu benötigt er Hilfe aus der Bevölkerung.

Olfen

, 19.10.2020, 20:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fotos wie dieses vom alten Friedhof sucht der Arbeitskreis Geschichte zur Aufarbeitung der Historie der Olfener Friedhöfe.

Fotos wie dieses vom alten Friedhof sucht der Arbeitskreis Geschichte zur Aufarbeitung der Historie der Olfener Friedhöfe. © Stadtarchiv

Am Sonntag, 25. Oktober, findet in Olfen zum zweiten Mal der Tag des Friedhofs statt. Der Arbeitskreis Geschichte des Heimatvereins hat sich aus diesem Anlass intensiv mit der Geschichte der Olfener Friedhöfe und der Bestattungskultur – von der Steinzeit bis in die Gegenwart – auseinandergesetzt, teilt Johannes Leushacke für den Arbeitskreis Geschichte mit. Einen ersten Einblick in die Ergebnisse können Besucherinnen und Besucher in einem Kurzvortrag erhalten, der während des Friedhofstags in der Trauerhalle des Olfener Friedhofs stattfinden soll.

Der älteste christliche Friedhof

Doch der Arbeitskreis will das Thema auch noch intensiver beleuchten. „Thema wird auch der älteste christliche Friedhof Olfens sein“, berichtet Leushacke und geht ins Detail: „Dieser hatte sich im Zentrum der Stadt, auf dem Kirchhof rund um die alte St. Vitus Kirche befunden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts reichte der Platz rund um die Kirche für die Bestattungen allerdings nicht mehr aus, außerdem hatte sich der gesellschaftliche Umgang mit den Themen Tod und Sterben deutlich verändert. Da sich auch der Staat in dieser Zeit verstärkt des Friedhofswesens annahm, wurde der Friedhof verlegt. Auslöser war eine Visitationsreise durch Olfen, die ein Regierungsrat Körner im Jahr 1818 machte.“

Der alte Friedhof befand sich auf dem Gelände des heutigen Stadtparks.

Der alte Friedhof befand sich auf dem Gelände des heutigen Stadtparks. © Arbeitskreis Geschichte

Körner hatte laut Arbeitskreis Geschichte bemerkt, „daß der dortige Friedhof (an der Kirche) zu unzweckmäßig und klein ist, als das er länger zum Begräbnisplatz dienen könnte.“ Der Olfener Bürgermeister sei daher vom Landrat beauftragt worden, unverzüglich einen neuen Friedhof einzurichten. Dieser sei 1822 eingeweiht worden und befand sich bis 1965 auf dem Gelände des heutigen Stadtparks.

Heutiger Friedhof 1927/28 eingeweiht

„Mit der weiteren Zunahme der Olfener Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert musste dann auch der Friedhof an der Oststraße mehrfach erweitert werden.“, erklärt Johannes Leushacke weiter. „Als auch hier der Platz nicht mehr ausreichte, wurde der heutige Friedhof an der Birkenallee angelegt und 1927/28 eingeweiht. Leider haben sich vom ehemaligen Friedhof kaum Bilder erhalten. Auch in der Sammlung des Stadtarchivs findet sich nur ein Foto, welches den alten Friedhof Mitte der 1950er Jahre aus Blickrichtung Leohaus zeigen soll.“

Der Heimatverein möchte die Geschichte der Olfener Friedhöfe und der Bestattungskultur noch weiter aufarbeiten und seine Ergebnisse der Öffentlichkeit in einem Vortrag zugänglich machen und gegebebenfalls veröffentlichen. Dazu sucht der Arbeitskreis Geschichte noch alte Fotos und Bilder und hofft dabei auf die Unterstützung der Olfener Bevölkerung. Gesucht werden zum Beispiel Bilder von den Olfener Friedhöfen, von einzelnen Gräbern, Bestattungen, der Totenwache, Leichenwagen, Sarg- und Grabschmuck, Grabdenkmälern, Trauerfeiern und der Trauerhalle.

Ganz besonders interessiert seien die Mitglieder des Arbeitskreises Geschichte auch an Fotos von Kriegsgräbern Olfener Soldaten aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs, die im Ausland beigesetzt wurden. Wer solches oder ähnliches Bildmaterial zur Verfügung stellen kann, könne sich an die Mitglieder des Arbeitskreises Geschichte wenden. Diese würden einen Termin vereinbaren, um die Bilder vor Ort abzufotografieren. Hinweise oder Rückfragen können auch per Mail an info@heimatverein-olfen.de oder per Telefon unter (02595) 387522) erfolgen.

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