Befragung: Junge Olfener wünschen sich Ausweitung der Freizeitmöglichkeiten

Onlinebefragung

Was bewegt junge Olfener? Was wollen sie? Was bemängeln sie? Die Stadt hat eine Online-Umfrage dazu gestartet. Erste Ergebnisse liegen vor.

Olfen

, 09.08.2020, 09:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das JuZo gehört zu den beliebten Treffpunkten von jungen Olfenern. Sie wünschen sich aber eine Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten in Olfen.

Das JuZo gehört zu den beliebten Treffpunkten von jungen Olfenern. Sie wünschen sich aber eine Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten in Olfen. © Thomas Aschwer (Archiv)

Ob die junge Generation Olfener in ihrer Stadt zufrieden ist, sie sich genügend informiert und wahrgenommen fühlt, sie am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, sich politisch interessiert, welche Defizite sie sieht und welche Wünsche sie für ihr Leben in dieser Stadt hat: Der erste Teil von insgesamt drei Teilen einer Online-Befragung junger Olfener im Alter zwischen 16 und 35 Jahren mit dem Schwerpunkt „Leben in Olfen – Entwicklung der Stadt Olfen“ ist abgeschlossen und erste Ergebnisse sind bereits ablesbar. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

„Wir arbeiten seit Jahren daran, konkrete Anliegen und Wünsche der jungen Generation in unsere Stadtentwicklungsplanungen mit aufzunehmen. Dazu brauchen wir aber mehr als nur Einzelgespräche, sondern eine Grundlage für eine weiterführende Interaktion mit den jungen Olfener Bürger*innen“, erläutert Bürgermeister Wilhelm Sendermann das Ziel eines Forschungsprojektes, das von der Stadt Olfen in Kooperation mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster ins Leben gerufen wurde und sich in der Umsetzung befindet. Unter dem Titel „Mach Dir Olfen, wie‘s Dir gefällt“ fand die circa 30 Minuten dauernden Befragung vom 12. Juni bis zum 23. Juni statt.

Engagierte und interessierte Generation

„Olfen hat im Vergleich zu anderen Städten eine sehr engagierte und sehr interessierte junge Generation, die ihre Stadt mag“, erläutert Dr. Stephanie Geise von der Uni Münster bei ihrer Präsentation der ersten Ergebnisse. 550 von 2600 in Frage kommenden jungen Menschen haben sich danach zurückgemeldet, was eine Rücklaufquote von 21 Prozent bedeutet. Von diesen 550 Personen haben über 90 Prozent bekundet, dass sie sich in Olfen wohl fühlen, 80 Prozent können sich vorstellen, in Olfen alt zu werden und 90 Prozent gaben an, dass Olfens Zukunft ihnen am Herzen liegt.

Weitere Ergebnisse: Ein Großteil der Befragten fühle sich in Olfen gut wahrgenommen und gut informiert, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. 85 Prozent der Befragten gaben an, sich in Vereinen und Institutionen in den Bereichen Sport, Bildung und Soziales, Umwelt, Kirche und Freizeit zu engagieren. Rund 40 Prozent der Befragten interessieren sich für Politik. Politisch engagiert sind aber nur 4 Prozent.

Zu den Verbesserungsvorschlägen gehörten in erster Linie die Ausweitung der hiesigen Freizeitmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen und der Wunsch zum Beispiel nach einer Olfen-App. Als Zukunftsthemen wurden unter anderem die Stichworte Gesundheitspolitik, Umwelt und Digitalisierung genannt.

Konkrete Schlüsse ziehen

„Wir haben schon jetzt gesehen, dass es sich lohnen wird, die Fakten aller Befragungen detailliert auszuwerten und daraus konkrete Schlüsse zu ziehen. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten und dritten Teil der Online-Befragung im September und im Dezember dieses Jahres“, so Isabel Post, die seitens der Stadt Olfen das Forschungsprojekt begleitet.

„Wir sind gespannt auf die weiteren Ergebnisse und es steht schon jetzt fest, dass wir als Stadt Olfen die Anliegen der jungen Generation nicht nur hören, sondern wann immer möglich in konkrete Maßnahmen überführen werden“, betonte Bürgermeister Sendermann.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann (2.v.r.) übergab iPads an Teilnehmer der Onlinebefragung junger Olfener.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann (2.v.r.) übergab iPads an Teilnehmer der Onlinebefragung junger Olfener. © Gaby Wiefel

Als Dank für die Teilnahme an der Befragung wurden fünf iPads den zuvor gezogenen Gewinnern übergeben. „Die Befragung ist und bleibt anonym. Die persönlichen Daten werden nur im Rahmen der Gewinnermittlung genutzt. Es sind keine Rückschlüsse von den Antworten auf Einzelpersonen möglich“, so Dr. Stephanie Geise bei der Preisvergabe.

Die ersten Ergebnisse in Schriftform sind auf der Homepage der Stadt Olfen unter www.olfen.de hinterlegt.

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