Bernie Wiefel ist seit 60 Jahren bei der KG Kitt

Besondere Ehrung

60 Jahre Mitglied in der Karnevalsgesellschaft Kitt – ein Jubiläum, das sehr selten gefeiert werden kann und deshalb eine außergewöhnliche Ehrung fordert. Bernie Wiefel blickt zurück.

Olfen

, 02.03.2019, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einen besonderen Orden zur 60-jährigen Mitgliedschaft überreichten an Bernhard Wiefel (sitzend): Matthias Kortenbusch, Dieter Krämer und Bernhard Prott.

Einen besonderen Orden zur 60-jährigen Mitgliedschaft überreichten an Bernhard Wiefel (sitzend): Matthias Kortenbusch, Dieter Krämer und Bernhard Prott. © Antje Pflips

Kittpräsident Matthias Kortenbusch, Ehren-Vizepräsident Dieter Krämer und Bernhard Prott besuchten Bernhard Wiefel, um ihn für seine 60-jährige Mitgliedschaft zu ehren.

Eigentlich war er als fester Gast beim Prinzenfrühschoppen eingeplant. Doch aus gesundheitlichen Gründen wurde diese außergewöhnliche Ehrung jetzt bei Wiefel im Wohnzimmer vorgenommen. Feierlich wurde ihm der, von Paul Frölich persönlich aufwendig gestaltete, Jubiläumsorden überreicht.

Immer mit Witz dabei

„Es war eine schöne Zeit“, äußerte sich Berni an diesem Vormittag mehrere Male, wenn er an die aktiven Kittzeiten dachte. Besonders Bernhard Prott konnte sich gut an die gemeinsame Zeit erinnern. Er war als Prinzenbegleiter mit Wiefel unterwegs, wenn Prinz und Johann ihre Sammeltermine hatten. „Berni war immer ein unterhaltsamer Mensch und bombiger Witzeerzähler“, meinte er lachend. Oft hätte er sich mit: „Kitt heil und helau, auch im Namen meiner Frau“ verabschiedet.

Dieter Krämer erinnert sich ebenfalls an einen markanten Spruch von Wiefel: „Ich hoffe, einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben“. Das galt nicht nur für das Sesselpolster, sondern auch im Allgemeinen. Berni Wiefel war zu diesen Zeiten noch ein gutes Stück schwergewichtiger. Seine ruhige Art habe auch manche Wogen geglättet. „Als Schiedsmann hätte sich Berni auch gut gemacht“, schlussfolgerte Prott daher. Von 1971 bis 1984 waren beide als Prinzenbegleiter unterwegs und hätten sich immer gut ergänzt. Besonders praktisch für ihn und die anderen Kittbrüder war, dass Berni Wiefel seinen Wagen für die Termine zur Verfügung stellte. „Das Kitt-Taxi“ hieß es dann nur, „ist wieder unterwegs“.

„Das gab‘s ja sonst noch nicht“

Der gelernte Maschinenschlosser wurde im Juni 1930 in Hiltrup geboren. Mit knapp 29 Jahren trat er 1959 in die KG Kitt ein. Zehn Jahre davor hatte er sich bereits dem Männergesangsverein angeschlossen. Schon früh liebte er es, gemeinsam mit anderen zu singen. Geselligkeit und Fröhlichkeit waren für ihn immer wichtig. Er ist nie ausgetreten und konnte jetzt auch die 70-jährige Mitgliedschaft beim Männerchor feiern. Beim Kitt war er schon ein Jahr später Schriftführer. „Der Mann von der Zeitung soll das machen“, wurde gesagt. Denn neben seiner Arbeit schrieb Berni Reportagen und Berichte für die Ruhr Nachrichten. Und das 37 Jahre lang. Damit hatte der Vorstand zu jener Zeit einen indirekten Pressesprecher. „Das gab‘s ja sonst noch nicht“, erzählte Krämer weiter. Auch als Prinzenbegleiter und später als Vizepräsident schrieb er die Texte.

Einen weiteren Höhepunkt in seiner Mitgliedschaft bei der KG Kitt erlebte Wiefel 1974. Mit Johann Ewald Maikötter und Funkenmariechen Brigitte Pellmann war er der regierende Prinz von Olfen. „Unsere Devise: Frohsinn statt Krise“. Zur gleichen Zeit war Tochter Gabi Kinderfunkenmariechen. „Die Prinzenproklamation fand damals am 2. Wochenende im Januar im Kaiserhof statt“, erklärte Wiefel. Anstrengende Wochen folgten darauf. „Jeden Abend waren wir vor Karneval unterwegs“.

Vom Schriftführer über Prinzenbegleiter führte Wiefels Weg zum Vizepräsidenten. Dieses Amt bekleidete er von 1976 bis 1988. Sein Nachfolger wurde Josef (Jöppi) Wilms. Er würde auch heute noch gerne mitmarschieren, sagte Wiefel. Doch die Gesundheit lässt es nicht zu. Doch er versprach, beim kleinen und großen Nelkendienstagsumzug seinen Orden zu tragen und von seinem Balkon aus, den Umzügen zuzuwinken.

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