Viele Betroffene

Blindgänger-Verdacht – auch Krankenhaus liegt im Evakuierungsgebiet

Eine der größten Evakuierungen im Kreis Coesfeld steht am Sonntag (26.) in Dülmen an. Betroffen sind drei Pflegeeinrichtungen, das Krankenhaus und die Klinik am Schlossgarten.
Ob auf dem Grundstück in Dülmen tatsächlich ein Blindgänger liegt, ist derzeit nicht final zu klären. Auf jeden Fall bereitet die Stadt einen Sammelpunkt für evakuierte Menschen vor. © picture alliance/dpa

Noch ist es bislang nur ein Verdacht, dass auf einem Grundstück am Mühlenweg in Dülmen ein Blindgänger liegt. Dennoch laufen die Vorbereitungen für eine ganz besondere logistische Herausforderung. „Für die betroffenen Patientinnen und Patienten sowie Bewohner wird die Evakuierung eine besondere Belastung sein“, sagt Jürgen Heilken, Leiter des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung.

In Abstimmung mit den beteiligten Hilfsorganisationen und dem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld habe man sich deshalb dazu entschieden, in jedem Fall frühzeitig mit einer Evakuierung zu beginnen – unabhängig davon, ob sich der Verdacht bei den Untersuchungen bis dahin bestätigt hat. Bei Routineuntersuchungen auf einem Grundstück am Mühlenweg war ein Blindgänger-Verdachtspunkt festgestellt worden.

2500 Menschen sind von der Evakuierung betroffen

Rund 2500 Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von 500 Metern um den Verdachtspunkt müssen dafür ab Sonntag ab 11 Uhr ihre Wohnungen und Häuser voraussichtlich für mehrere Stunden verlassen. Auch alle Zufahrtsstraßen werden dann gesperrt. Die Patienten und Bewohner werden die Einrichtungen bereits ab dem frühen Morgen verlassen. Die Christophorus-Kliniken bitten alle Hausärzte, ab Montag möglichst wenige Notfall-Patientinnen und -Patienten an das Dülmener Krankenhaus zu verweisen.

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