Breitfeld will für das Münsterland rappen

Musiker aus Olfen

Seit zehn Jahren arbeitet er an seiner Karriere, hat mehr als 100 Auftritte hinter sich und mehr als 150 Songs im Netz veröffentlicht: Daniel Hatebur, alias "Breitfeld", aus Olfen, steckt viel Herzblut in seine Musik. Als einziger Rapper tritt er beim Stadtfest in Lüdinghausen gegen Pop- und Schlagermusiker an. Wir stellen "Breitfeld" vor und geben ein paar musikalische Kostproben.

OLFEN

von Eleftherios Zavrakidis Herrero

, 17.09.2014, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rapper Breitfeld auf der Drei-Bogen-Brücke in Olfen. Beim Stadtfest in Lüdinghausen wird der Olfener zwei seiner Songs live performen.

Rapper Breitfeld auf der Drei-Bogen-Brücke in Olfen. Beim Stadtfest in Lüdinghausen wird der Olfener zwei seiner Songs live performen.

Angefangen zu rappen hat Breitfeld wegen DJ Tomekks Lied aus dem Jahr 1999 „1,2,3 Rhymes Galore“, das den damals 17-Jährigen inspirierte. Damals schrieb er sich den Text beim Hören auf und versuchte, mitzusingen. Bereits ein Jahr später gründete er die Band Kreismeister und nahm mit „Flex“ und „Turnschuh“ bis 2011 Songs in einem provisorischen Ton-Studio in einem Keller in Lüdinghausen auf.

Mittlerweile kann er über 100 Auftritte in Berlin, München, Münster, den Niederlanden und im Ruhrgebiet vorweisen und hat mehr als 150 Songs kostenfrei veröffentlicht. Ein Album hat der junge Künstler noch nicht produziert: „Dieses Jahr kommt mein Album aber endlich raus“, sagt Breitfeld. Regelmäßig stellt er seine Songs

.

Jedem Lied widmet er ein Thema. „Ich möchte mit meinen Songs eine Botschaft transportieren und nicht über Sex und Drogen rappen“, sagt Breitfeld. Besonders viel Hoffnung steckt der Olfener in die Singleauskopplung „Für Königin und Münsterland“. In dem Lied geht es um die Liebe zu seiner Heimat, verglichen mit der Liebe zu einem Mädchen.

Die Aufnahmen sind im Sirius Sounds-Tonstudio in Bochum entstanden. Produziert wird das Album von seinem engsten Freund „Nocak“, unter dem Label „Finest Shit Academy“ in Berlin. Der Kontakt nach Berlin kam 2006 durch

zustande. Hier können junge Musiker ihre Songs hochladen und bekommen dafür Feedback von der Internet-Gemeinschaft. „Wir waren monatelang auf Platz 1 mit meiner Band Kreismeister“, sagt Breitfeld. Als Nocak Breitfelds Musik hörte, lud er ihn spontan nach Berlin ein – eine tiefe Freundschaft begann.

Beim Radio-Voting setzte sich der Musiker gegen zehn andere Künstler durch. Fünf der zehn Teilnehmer dürfen am 21. September auf dem Stadtfest in Lüdinghausen auftreten und zwei ihrer Songs live performen. Auf dem Marktplatz kürt eine Jury den Sieger des Wettbewerbs. Der bekommt nicht nur 1000 Euro, sondern auch die einmalige Gelegenheit seinen Sieger-Song im Radio zu hören – das Lied wird in das Radio-Programm aufgenommen. Für Breitfeld spiele das Geld eine untergeordnete Rolle. Ihm sei es wichtiger, dass sich Rap in seiner Region weiterentwickelt. „Rap ist hier kein selbstverständliches Kulturgut“, sagt Breitfeld. Beim Wettbewerb wird er der einzige Rapper sein. Seine Mitstreiterinnen kommen aus dem Schlager- und Popbereich. 

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