Bruterfolg in den Steverauen: Die ersten Storchen-Babys sind da

mlzStörche in Olfen

Die Störche in den Steverauen haben fleißig gebrütet - jetzt liegen die ersten Babys im Nest. Doch man braucht Glück, sie zu sehen. Georg Holtmann erklärt, warum andere Horste leer blieben.

Olfen

, 09.05.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Storchenhorst in der Alten Aue regt sich etwas. In luftiger Höhe hat ein Storchenpaar erfolgreich gebrütet. Ein anderes Storchenpaar in der neuen Aue ist noch nicht soweit. Dort wird noch gebrütet.

Georg Holtmann, der sich um die Störche in den Auen kümmern, ist sich nicht ganz sicher, wie viel Nachwuchs in der Alten Aue zu verzeichnen ist. Zwei, wahrscheinlich eher drei kleine Störche hat man auf dem Storchenhorst am Sternbusch erkennen können, sagt er. „Wir sind nicht ganz sicher, weil die Eltern den Horst wieder so hoch aufgebaut haben, dass man von unten nicht reingucken kann.“ Nur ab und zu ragt ein Schnabel oder ein Kopf über die Äste des Horstes.

Drei Schnäbel gezählt

„Ich meine, Mittwochabend drei Schnäbel gesehen zu haben“, sagt Georg Holtmann. Wenn das so wäre, wäre es ein guter Bruterfolg. „Das ist eine gute Zahl.“ Das Paar, das dort nun seinen Nachwuchs aufzieht, kommt schon seit 2012 in die Alte Aue. Das konnte Holtmann an der Ringnummer des Storchenvaters erkennen. Aus dem vertrauten Verhalten des Paares schließt der Experte für die Störche in der Aue, dass der Storch seine gewohnte Partnerin in Olfen wiedergefunden hat.

Bekanntes Paar - und bekanntes Problem

In der neuen Aue, unweit der Skateanlage, ist das Storchenpaar noch nicht so weit. Dort wird noch gebrütet. 30 Tage dauert es bei Störchen, bis zu Jungen schlüpfen. Das dauere noch ein Paar Tage, bis auch dort hoffentlich Nachwuchs zu sehen ist. Hoffentlich - denn das Paar dort ist ebenfalls in Olfen bekannt. Und es hatte in den vergangenen zwei Jahren viel Pech, sagt Holtmann.

In den vergangenen Jahren hätten die Vögel fleißig „gebrütet und gebrütet“, aber die Eier waren alle unbefruchtet. „Ich hoffe, dass die beiden in diesem Jahr so reif sind, dass sie auch mal Erfolg haben“, sagt Holtmann über das Storchenpaar.

Gute Bedingungen mit Fröschen und Molchen

Gute Bedingungen finden die Störche in den Steverauen derzeit allemal für die Aufzucht ihrer Jungen. Das Wetter passt, sagt Holtmann. Die Feuchtigkeit im Boden sei gerade gut, nächste Woche soll es regnen, sodass die Störche Frösche, Regenwürmer und Molche zum Fressen finden. Zu kalt sei es auch nicht, dass die Storchenbabys in Gefahr wären. „Im Moment ist es prima“, sagt Holtmann.

Mehr als die gewohnten zwei Brutpaar gibt es in Olfen in diesem Jahr nicht. Privat aufgestellte Horste seien alle nicht angenommen worden, sagt Georg Holtmann. Das könne daran liegen, dass die angestammten Störche keine anderen Brutpaare in ihrer Nähe dulden, die ihnen das Futter für die Jungen streitig machen könnten. „Aber das sind Vermutungen“, sagt Holtmann.

Jungstörche auf der Durchreise

Attacken unter Störchen sind dagegen normal. Im Frühjahr kämpfen die Störche um die Horste. Die Olfener Paare haben sich dabei durchsetzen können. Doch nicht nur sie sind derzeit in Olfen zu sehen. Fünf bis sieben Störche seien in diesen Tagen durch Olfen gezogen und hätten auch hier übernachtet, erzählt Georg Holtmann.

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Dabei handele es sich um Jungstörche oder um Störche, die kein Revier gefunden hätten. Denn die Bedingungen in Olfen waren jetzt gut für die Vögel. Auf den Feldern wurde gepflügt und gegrubbert, sodass die Tiere ein reichhaltiges Büffet vorgefunden haben.

Wenn das Wetter mitspielt, weiß Georg Holtmann in etwa vier Wochen genau, wie viele Störche in den Auen aus den Eiern geschlüpft sind. Dann sollen die Jungstörche beringt werden.

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