Keine Priorität

Bürgermeister im Kreis Coesfeld vertagen Entscheidung über Gartenschau

Eine Landesgartenschau im Kreis Coesfeld ist aus Sicht der Bürgermeister durchaus denkbar. Priorität hat das Thema allerdings nicht. Die Bürgermeister haben es erst einmal geschoben.
Die Steverauen in Olfen würden sich anbieten als ein Angebot einer Landesgartenschau im Kreis Coesfeld. © Stadt Olfen

Seit vielen Monaten dreht sich bei den Städten und Gemeinden vieles um die Corona-Pandemie, ihre Herausforderungen und ihre Folgen. Damit rückt ein Thema etwas weiter in den Hintergrund, das die SPD angestoßen hat – eine Landesgartenschau 2026 oder 2029 im Kreis Coesfeld.

Beim Treffen der Bürgermeister im Kreis Coesfeld am Montag (1.2.) gab es nach Aussage von ihrem Sprecher Wilhelm Sendermann die Tendenz, dass sich das Gremium gerne mit dem Thema beschäftigen will. Doch zunächst wolle man weitere Informationen einholen. Dabei geht es vor allem um die Frage: „Was kommt auf uns zu?“

Keine Industriebrache, kein altes Zechengelände

Fest steht bereits jetzt, dass eine Landesgartenschau im Kreis Coesfeld sich von anderen Landesgartenschauen in der Struktur deutlich unterscheiden würde. „Wir haben keine Zechenbrache, die saniert werden muss“, sagt Sendermann. Es gebe auch keine andere große Fläche, die mit großem Aufwand umgestaltet werden soll oder gar muss.

Eine Landesgartenschau wäre deshalb denkbar als eine Verbindung von bereits bestehenden Projekten, die im Rahmen der Schau aufgewertet werden könnten. „Ich finde das schon spannend“, sagt Sendermann. Eine kurzfristige Entscheidung ist allerdings nicht zu erwarten. Sendermann sprach vom „Anfang eines Diskussionsprozesses.“ Eine grundsätzliche Entscheidung erwartet er deshalb nicht mehr in diesem Jahr.

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