Corona-Schutz in Olfen: Wie viele Bußgelder wurden bisher verhängt?

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Vor allem am Himmelsfahrts-Wochenende fielen Verstöße gegen die Abstandsgebote auf. Der Lippestrand war mit Sonnenanbetern bevölkert. Doch wie viele Bußgelder wurden in Olfen bisher verhängt?

Olfen

, 29.05.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sonne satt, dazu die idyllisch renaturierten Lippe-Strände. Wer würde da nicht Badehose und Grillutensilien einpacken? Allerdings gilt an dieser Stelle nicht nur der Naturschutz, sondern auch die Corona-Verordnungen in Form der Abstands- und Kontaktregeln. Dazu kommt die Tatsache, dass in unmittelbarer Nähe strenges Parkverbot gilt: Es handelt sich um Wirtschaftswege, die von Landwirten genutzt werden

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Während am Himmelfahrtswochenende lediglich Strafzettel wegen Verstoßes gegen das Verkehrsrecht (Parken auf dem Wirtschaftsweg) ausgestellt wurden - immer 25 Euro pro Knöllchen seit der Erhöhung - wurden hingegen keine Personalien der Badenden aufgenommen. Auch wenn sie in zu großen Gruppen unterwegs waren und gegen die Naturschutzverordnung verstießen. Das soll sich allerdings am kommenden Pfingstwochenende ändern: „Wir werden an den Lippe-Stränden verstärkt auf Verstöße gegen den Naturschutz, die Corona-Bestimmungen und das Verkehrsrecht kontrollieren“, kündigt Thorsten Cornels, Fachbereichleiter Bürgerbüro, Sicherheit und Ordnung an.

250 Strafe wegen Betretens einer Sportanlage

Seit Inkrafttreten der einschränkenden Maßnahmen im Rahmen der Corona-Schutz-Verordnung seien wegen Missachtungen an anderer Stelle bisher insgesamt 23 Verfahren eingeleitet worden. „Hauptgründe hierfür waren Verstöße gegen das Kontakt– bzw. Betretungsverbot auf öffentlichen Anlagen“, so Cornels.

In zwei Fällen wurden 250 Euro gegen Personen verhängt, die sich nicht an das Betretungsverbot von Sportanlagen gehalten hatten - gemeint ist hier der Skatepark. Der Rest der Verfahren wurde mit schriftlichen Verwarnungen geahndet. „Primärziel seitens der Stadt war es hierbei auch nicht, Einnahmen zu generieren, sondern vielmehr nachdrücklich an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger zu appellieren“, sagt Thorsten Cornels. „Dies hat sehr gut funktioniert.“

Bußgelder wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht seien bislang nicht verhängt worden.

Keine Knöllchen wegen Falschparken

Um vorrangig Menschen im Homeoffice entgegen zu kommen, hat die Stadt Olfen im Rahmen ihres „Corona–Hilfspaketes“ bis zum 1. Juni auf die Höchstparkdauer bei der Parkscheibenpflicht verzichtet. Eine Parkscheibe ist nach wie vor erforderlich, aber die Höchstparkdauer von zwei Stunden wurde aufgehoben. Insofern ist die Anzahl der geschriebenen „Knöllchen“ in den letzten Monaten rapide zurückgegangen.

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