Im Olfener St. Vitus-Stift gibt es neue Coronafälle. © Marie Rademacher
Viele neue Fälle

Corona-Zahlen im Olfener St. Vitus-Stift schnellen in die Höhe

Die Zahl der Corona-Infizierten am St. Vitus-Stift steigt immer weiter. Nach einem weiteren Reihentest gibt es insgesamt 34 positiv getestete Bewohner und 20 positiv getestete Mitarbeiter.

Das Olfener Vitus-Stift hat sich zum Corona-Hotspot im Kreis Coesfeld entwickelt. Eine schwierige Situation für Bewohner, Angehörige. Ganz besonders auch für die Mitarbeiter der kommunalen Einrichtung. „Wir müssen durch die Situation“, sagt Stefanie Benting, Geschäftsführerin des Stifts. Sie lobt öffentlich das riesige Engagement der Beschäftigten. „Sie tun alles Menschenmögliche.“

„Die Situation ist für unsere Bewohner und Sie als Angehörige unfassbar belastend“, schreibt das Stift auf seiner Internetseite. Die Verantwortlichen haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, wie trotz des Besuchsverbots Bewohner und deren Angehörige miteinander in Kontakt treten können.

Ab Donnerstag (3.12.) bietet das Stift die Möglichkeit, für maximal zehn Minuten über ein Tablett und der Zoom Plattform miteinander zu kommunizieren. Diese Möglichkeit besteht montags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 10 bis 11.30 Uhr und von 15 bis 16.30 Uhr. Wer diese Möglichkeit nutzen will, muss sich unter Tel. (02595) 3838105 anmelden. Möglich ist eine Terminabsprache montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr.

Weitere Testergebnisse stehen noch aus

Die Situation in der Einrichtung bleibt unterdessen weiter sehr schwierig. Nach einem weiteren Reihentest steht fest, dass sich weitere 16 Bewohner und zudem sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Insgesamt sind damit 20 Beschäftigte positiv getestet. „Zudem befinden sich zwei weitere Mitarbeiter in Quarantäne“, sagt Stefanie Benting. Die Zahl könnte sich weiter erhöhen, weil noch Testergebnisse ausstehen.

Die Geschäftsführung des Vitus-Stifts bemüht sich aktuell darum, wie bereits am vergangenen Wochenende ehrenamtliche Kräfte zu finden, die das Team des Stifts in der Arbeit unterstützt. Weiter im Gespräch ist die Geschäftsleitung auch mit Zeitarbeitsfirmen, um so kurzfristig das Team aufzustocken. Es gibt allerdings auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Ab Freitag (4.12.) kommen die ersten positiv getesteten Mitarbeiter aus der Quarantäne.

Am Freitag, 13. November, hatte es einen ersten Anhaltspunkt auf Infizierungen im Stift gegeben. Eine Mitarbeiterin hatte gesagt, dass sie sich nicht so gut fühle. Ein erster Schnelltest zeigte ein positives Ergebnis an. Der PCR-Test bestätigte die Infektion der Person, die keinen Kontakt mit den Bewohnern hatte.

In den Folgetagen hatte es nach Aussage der Geschäftsführung keine Auffälligkeiten am Vitus-Stift gegeben. Bis zum 22. November. An diesem Sonntag wurden zwei Corona-Fälle aus dem Bereich der Pflegekräfte bekannt. Die Konsequenz war: Das Seniorenheim mit rund 80 Bewohnerinnen und Bewohnern wurde für Besucher geschlossen.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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