Durch die Corona-Pandemie hatte das Ordnungsamt deutlich mehr zu tun - auch in Olfen gingen mehr Hinweise ein als in „normalen Jahren“. © Weitzel (Archiv)
Coronavirus

Coronavirus in Olfen: Die meisten Menschen im Oktober in Quarantäne

Die meisten Menschen befanden sich Anfang Oktober in Olfen in Quarantäne. Der Zeitpunkt, an dem die meisten Menschen eine Coronavirus-Infektion hatten, ist das allerdings nicht.

Wer eine Quarantäne-Anordnung erhält, darf sich nur im eigenen Garten oder auf dem Balkon aufhalten. Ansonsten gilt: Im Haus bleiben ist angesagt, bis die Quarantäne-Zeit vorbei ist. Wer gegen diese Auflagen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss bis zu 25.000 Euro zahlen.

In Olfen sind solche Strafen allerdings bislang nicht fällig geworden. „Hier sind bislang keine Verstöße gegen die häusliche Quarantäne bekannt geworden“. sagt Thorsten Cornels, vom Olfener Ordnungsamt auf Anfrage der Redaktion.

Bisheriger Höchststand im Oktober

Mit Stand vom Donnerstag, 28. Januar, befanden sich 37 Personen in Quarantäne, wie Cornels mitteilt. Elf davon galten als aktuell Infizierte, das heißt, sie hatten einen positiven Labortest auf das Corona-Virus. Bei 26 Personen handelte es sich um Kontaktpersonen, das heißt, sie hatten zuvor engen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person. Zum Beispiel, weil sie im selben Haushalt leben oder sich in einer Gesprächssituation von mindestens einer Viertelstunde befanden, ohne einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Den bisherigen Höchststand an Menschen, die sich in Quarantäne befanden, gab es am 5. Oktober 2020. Damals befanden sich 305 Personen in Quarantäne. Zwar gab es zu diesem Zeitpunkt nur 21 Infizierte, aber 283 Kontaktpersonen. „Hauptgrund hierfür war die Infizierung einiger weniger Schüler an den hiesigen Schulen“, erklärt Thorsten Cornels.

Den Hochpunkt der meisten Infizierten hatte Olfen dagegen Anfang Dezember – im Zusammenhang mit den zahlreichen Infektionen im St.-Vitus-Stift. Für den 7. Dezember hat unsere Redaktion anhand der gemeldeten Kreiszahlen eine Inzidenz von 348 für Olfen berechnet. Dabei handelt es sich um eine Hochrechnung, da Olfen keine 100.000 Einwohner hat.

Drei Mitarbeiter kontrollieren

Für die Quarantäne-Kontrollen sind übrigens drei Mitarbeiter zuständig. „Die Kontrollen erfolgen stichprobenartig primär telefonisch, aber auch persönlich“, so Cornels.

Ein Abgleich mit anderen Daten, zum Beispiel zu Anmeldungen zu Terminen der Bürgerdienste, existiere dagegen nicht. „Die soziale Kontrolle in Olfen ist so stark ausgeprägt, dass durch die Bevölkerung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verstoß gegen die Quarantäne gemeldet werden würde“, ist Cornels überzeugt.

Im benachbarten Nordkirchen hatte es bisher zwei solche Verstöße gegeben. Hier waren jeweils Strafen in Höhe von 500 Euro fällig.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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