Darum ist die Olfener Rettungswache ab sofort nicht mehr besetzt

Rettungsdienst

Von 100 auf 0: Nach einer 24-Stunden-Besetzung ist die Olfener Rettungswache ab sofort nicht mehr besetzt. Nicht mehr nachts, nicht mehr tagsüber. Hilfe kommt aktuell aus der Nachbarschaft.

Olfen

, 01.10.2019, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Darum ist die Olfener Rettungswache ab sofort nicht mehr besetzt

Rettungssanitäter David VuMinh (r.) und Rettungsassistent Martin Leschiksind jetzt im Gebäude des DRK Seppenrade stationiert. Hier befinden sich Unterkünfte für das Personal mit Küche und Wachraum und die Fahrzeughalle mit Notfallausfahrt. © DRK-Kreisverband

Das Problem steht seit Jahren im Raum: Wie muss der Rettungsdienst im Kreis Coesfeld aufgestellt sein, damit in allen Orten die sogenannten Hilfsfristen eingehalten werden? Vor allem in Olfen gibt es das Problem, dass die Sanitäter in Notfällen nicht schnell genug vor Ort sind.

Der Kreis hat reagiert. Die Einsatzzeiten des „Olfener Rettungswagens“ wurden ausgeweitet. Stand er früher nachts in Lüdinghausen und war nicht besetzt, ist er seit einigen Monaten rund um die Uhr besetzt. Allerdings muss er weiterhin nachts von Lüdinghausen aus auch nach Olfen ausrücken.

Zweistufiger Test soll Fakten liefern für Entscheidung des Kreistags

Zum 1. Juni 2019 gab es einen Quantensprung. Der Rettungswagen wurde nicht mehr um 21 Uhr nach Lüdinghausen verlegt. Er stand rund um die Uhr in Olfen. Bis Ende September. Dann endete die viermonatige Testphase und ein Provisorium. Die Räumlichkeiten sind im Olfener Gewerbegebiet nicht für eine 24-Stunden-Wache ausgelegt.

Jetzt ist die zweite Phase des Tests angelaufen. Der Rettungswagen steht für zwei Monate rund um die Uhr im DRK-Heim in Seppenrade. „Erst am Ende der Testphase können Aussagen über eine mögliche Verbesserung der Versorgung im Wachbereich Lüdinghausen und Olfen getroffen werden“, sagt DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. Die Ergebnisse werden dem Kreistag zur Entscheidung vorgelegt.

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