Usha Hagemeier-Schacht hat das große Gemälde im Haupteingang des Olfoniums geschaffen. © Arndt Brede
Olfonium

Das Olfonium hat sich zu einem modernen Kulturzentrum gewandelt

Das Olfonium an der Neustraße ist die Heimat des Kunst- und Kulturvereins (KuK) Olfen. Und die Heimat vieler beliebter Kulturveranstaltungen. Jetzt ist es auch ein angemessenes Kulturzentrum.

Rutschfester Bodenbelag im Eingangsbereich. Neuer Anstrich. Beamer in Blueray-Qualität. Neue Bestuhlung. Neue Beleuchtung. Neue Getränkeübergabe. Neue Küche. Klingt gut. Klingt technisch. Hinter all diesen Begriffen, von denen es noch mehr gibt im Zusammenhang mit dem Olfonium, steckt aber viel mehr als nur Ausstattungsmerkmale. Alles zusammen genommen, ergibt das eine regelrechte Transformation. Aus gediegenen Räumen sind moderne Räume geworden. Die sind aber nicht weniger gemütlich als vorher. Und doch machen sie Dinge möglich, die vorher so nicht vorstellbar waren.

Beispiele gefällig? „Durch die bunten Fenster hat sonntags, wenn wir unsere Ausstellungen haben, oft die Sonne geschienen“, erzählt Ulrich Haas, Vorsitzender des KuK. Folge: Haas und seine Mitstreiter hatten Sorge, dass das einströmende Licht die Qualität der Ausstellungswerke, Bilder und Skulpturen, beeinträchtigen könnte. Jetzt schützen flexibel schiebbare Vorhänge die Werke vor dem Lichteinfall, ohne die Räume zu verdunkeln.

Echte Kinoatmosphäre

Das ist nur eine der Verbesserungen, für die der Verein gesorgt hat. Ein neuer Laminatboden im Ausstellungsraum genügt jetzt modernen Ansprüchen und hat den alten Schlingenteppich abgelöst. Eine neue Kinoleinwand mit einer Breite von vier Metern statt vorher 2,70 Metern liefere Bilder in echter Kinoatmosphäre, sagt Gabriele Haas vom Aktiventeam, das den Vorstand sinnvoll erweitert. Und der Beamer und die Boseboxen sorgen eben für entsprechend anspruchsvolle Audioqualität.

Tangonacht: Es gibt noch Karten

  • Der Kunst- und Kulturverein lädt für Samstag, 25. September, um 21 Uhr zu einer großen Tangonacht in die Stadthalle Olfen, Zur Geest 25.
  • Einlass ist ab 20 Uhr.
  • Das Cuarteto Rotterdam, das an diesem Abend live spielt, gilt als eines der besten europäischen Tango-Ensembles.
  • An diesem Abend legt auch DJTango Yoga Magdalena auf.
  • Wer schnell ist, kann noch Karten zum Preis von je 22 Euro. Und zwar im Ticketshop des KuK im Internet: https://www.kuk-olfen.de/kontakt/ticketshop/
  • Es gelten folgende Coronaregeln: Eintritt nur mit „3G-Nachweis“: Geimpft, genesen, PCR-negativgetestet. Das wird geprüft. Handdesinfektion, 1,50 Meter Abstand einhalten. Maske beim Umherlaufen – nicht am Sitzplatz, nicht am Stehtisch, nicht beim Tanzen.

Ein neuer, heller Wandanstrich bringt die Ausstellungsexponate besser zur Geltung als der vorherige, etwas vergilbt wirkende Anstrich. Die neue Beleuchtung tut ihr Übriges dazu.

Der Aktivenkreis und der KuK-Vorsitzende Ulrich Haas (2.v.l.) können jetzt ihre Arbeitssitzungen in gemütlicher Bistroatmosphäre genießen. Und die Besucher die Veranstaltungen auch.
Der Aktivenkreis und der KuK-Vorsitzende Ulrich Haas (2.v.l.) können jetzt ihre Arbeitssitzungen in gemütlicher Bistroatmosphäre genießen. Und die Besucher die Veranstaltungen auch. © Arndt Brede © Arndt Brede

Komplett erneuert wurde die Küche. Neue Schränke, eine spezielle hocheffiziente und schnelle Gläserspülmaschine sowie ein hypermoderner Kühlschrank erleichtern den Vereinsmitgliedern die Bewirtung der Gäste während der Veranstaltungen im Olfonium.

Eine hochmoderne Küche erleichtert den KuK-Mitgliedern wie hier Claudia Wanzki die Arbeit bei der Bewirtung der Gäste. Und einen coronagerechten Spuckschutz hat die Getränke-Durchreiche auch.
Eine hochmoderne Küche erleichtert den KuK-Mitgliedern wie hier Claudia Wanzki die Arbeit bei der Bewirtung der Gäste. Und einen coronagerechten Spuckschutz hat die Getränke-Durchreiche auch. © Arndt Brede © Arndt Brede

Die Getränkedurchreiche ist mit einem Spuckschutz versehen. Letzteres ist ein sichtbares Zeichen des Willens des KuK, den Coronaschutzauflagen nachzukommen.

Zwei Eingänge ergeben Corona-Einbahnstraße

Eher subtil kommt ein weiteres Gestaltungselement daher, das den Auflagen Genüge tut: Kamen die Besucher bisher hinten aus dem Garten ins Olfonium, können sie jetzt auch durch den eigentlichen Haupteingang von der Neustraße aus eintreten. Diese Tür der ehemaligen Gastwirtschaft war bisher nicht zugänglich. Bei Bedarf sei nun eine sogenannte „Corona-Einbahnstraße“ möglich.

Tritt man durch den Haupteingang ein, befindet man sich direkt im Veranstaltungsraum mit den Kinosesseln. „Während der Veranstaltungen werden die Gäste aber von hinten reinkommen“, sagt Ulrich Haas. Das sei organisatorisch besser.

Aber allein die Tatsache, dass der Haupteingang wieder geöffnet werden kann, zeigt, das sich der Verein selbst auch weiter öffnet. Und wenn dann ein überdimensionales Bild der Schneekönigin an der Wand gegenüber dem Haupteingang die Besucher in den Veranstaltungsraum bittet, fällt es schwer, dieser Einladung zu widerstehen. Das Bild stammt übrigens von Usha Hagemeier-Schacht. Sie ist KuK-Mitglied, Künstlerin und steht sinnbildlich für das Engagement der Vereinsmitglieder.

24.000-Euro-Investition

Klar: Die 24.000-Euro-Investition wurde dank Sponsoring und Bundesförderung – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – sowie aus Vereinsmitteln finanziert. „Aber es ist auch sehr viel selber geleistet worden“, betont der KuK-Vorsitzende Haas. Und: Im Gegensatz zu anderen Bereichen, die während der Coronakrise am Boden lagen, hat der KuK nicht nur für die Umgestaltung gesorgt, sondern sich auch mit Livestream-Veranstaltungen im Gedächtnis der Menschen gehalten und durchaus auch jüngeres Publikum angesprochen, etwa bei Poetry-Slam-Veranstaltungen.

So stilvoll begrüßen die KuK-Mitglieder - hier (v.l.) Gabriele Haas, Marion de Vries, Claudia Wanzki und Usha Hagemeier-Schacht künftig ihre Gäste.
So stilvoll begrüßen die KuK-Mitglieder – hier (v.l.) Gabriele Haas, Marion de Vries, Claudia Wanzki und Usha Hagemeier-Schacht künftig ihre Gäste. © Arndt Brede © Arndt Brede

So soll es nun weitergehen im Olfonium. Den potenziellen Besuchern hat der Verein jedenfalls schon mal vor beiden Eingängen einen rutschfesten Bodenbelag ausgerollt. Man könnte wegen der Farbe auch vom roten Teppich sprechen.

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Redaktion Selm
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