Der SuS Olfen steht vor einem "Alles-oder-nichts"-Spiel

Fußball: Bezirksliga

Olfens vorletztes Bezirksliga-Fußballspiel des Jahres zählt zu den ganz wichtigen in dieser Saison. Die Sportfreunde Merfeld sind zu Gast. Der Kreiskonkurrent wartet seit fast drei Monaten auf einen Sieg und holte seitdem nur drei Punkte aus zehn Spielen – Gewinnen ist Pflicht für den abstiegsbedrohten SuS.

OLFEN

, 02.12.2016, 13:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfens Kreis vor den Anpfiff wird es auch am Sonntag, 4. Dezember, wieder im Steversportpark zu sehen geben. Das Team schwört sich ein letztes Mal ein.

Olfens Kreis vor den Anpfiff wird es auch am Sonntag, 4. Dezember, wieder im Steversportpark zu sehen geben. Das Team schwört sich ein letztes Mal ein.

Fußball, Bezirksliga 11 SuS Olfen - SF Merfeld Sonntag, 4. Dezember, 14.30 Uhr, Steversportpark, Hoddenstraße, Olfen

Auf einer Skala von 1 bis 10 gibt Olfens Co-Trainer Andreas Brüse dem Merfeld Spiel am Sonntag, eine 9. „Die Saison ist ja noch nicht vorbei, wenn das Spiel vorbei ist, aber wir würden einen wichtigen schritt machen, wenn wir gewinnen“, sagte Brüse. Er ist der Verantwortliche an der Linie, weil Trainer Norbert Sander eine Reha absolviert.

Die Bedeutung des Heimspiels gegen Merfeld kennt die ganze Stadt. Olfen ist Vorletzter (9 Punkte), Merfeld Letzter (7 Punkte). „Es ist auch für uns enorm wichtig“, stellt Merfelds Coach Wolfgang Korb fest, „wenn wir gegen Olfen verlieren, sind wir fünf Punkte dahinter. Dann wird es schwierig, nach der Winterpause Anschluss zu finden.“

Die Saison verläuft für die Merfelder enttäuschend. „Wir spielen eine desolate Saison. Alle haben sich mehr versprochen“, sagte Merfelds Trainer. Korb rechnet mit großen Selbstvertrauen bei den Olfenern, die gegen das Spitzenduo der Liga zuvor vier Punkte holte.

Olfen beschäftigt derzeit die Startelf: Denn der defensive Mittelfeldspieler Thomas Kilian fehlt gelb-rot-gesperrt. Ob Darius Brüggemann nach seiner Platzwunde am Kopf das „Go“ bekommt, wusste Brüse am Freitag noch nicht. Taktische Spielchen gibt es genug. Dustin Brüggemann, der vergangenen Sonntag nur auf der Bank saß, könnte in die Startelf zurückkehren, da Andre Zolda weiter verletzt fehlt.

Eine kleine Systemumstellung und mit nur einem Sechser zu spielen sei eine Option. „Das haben wir schon häufiger gemacht“, sagte Brüse. Dass der SuS Michael Karwot aus der Viererkette nach vorne zieht, ist ebenfalls denkbar, aber unwahrscheinlich. Denn Kapitän Christian Brüse, Karworts Partner in der Innenverteidigung, ist fraglich (Schienbeinprobleme), ebenso Rechtsverteidiger Dennis Böttcher (Knöchelprobleme), für den Lukas Rischen bereitsteht. Umgekehrt könnte Lars Meier eine Reihe nach hinten rutschen. Von der Zehn auf die Sechs – Varianten hat Brüse jedenfalls genug.

Stürmer Daniel Czempik ist im Urlaub. Aus diesem ist Marvin Böttcher zurück, muss aber erstmal auf die Bank. Max Müller und Sören Neugebauer bekommen wohl den Vorzug und sollen für Tore und damit den Fortbestand einer Serie sorgen: Olfen hat noch nie gegen merfeld verloren. In vier Aufeinandertreffen gab es drei Siege und ein Unentschieden.

Mit einem Punkt wäre Merfeld zufrieden. „Dann sind wir noch nicht abgeschieden“, sagte Korb. Er setzt darauf, dass in den vergangenen Wochen zahlreiche verletzte oder gesperrte Akteure zurückgekehrt sind und langsam den Weg zurück in die Mannschaft finden sollen: Sascha Zimmermann, David Grüter, Max Ernst, Alex Möllers und Fabian Autermann, der acht Wochen gesperrt war, weil er einen Schiedsrichter angegangen war. „Das ist aber Schnee von gestern. Wir wollen nach vorne gucken“, sagte Korb. Aufgegeben haben die Sportfreunde noch nicht.

 

 

 

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