Eichenprozessionsspinner in Olfen: Erste Meldungen bei Stadt eingegangen

mlzEichenprozessionsspinner

Die Saison der Eichenprozessionsspinner hat wieder begonnen. Sind in Olfen schon Bäume befallen? Wie geht der Bauhof dagegen vor? Wo können Olfener die Stellen melden?

Olfen

, 02.06.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Beginn der Eichenprozessionsspinner-Saison klären wir in Fragen und Antworten, wie die Situation in Olfen gerade aussieht, oder was die die Stadt zur Bekämpfung der Raupen tut, deren Brennhaare zu Hautverletzungen beim Menschen führen können.

? Wie ist die Lage dieses Jahr? Hat die Stadt Olfen schon viele Nester entfernt? Kamen schon viele Hinweise aus der Bevölkerung?

Viele Nester hat die Stadt, so teilt sie es in einer Stellungnahme dazu auf Anfrage der Redaktion mit, noch nicht entfernt. „In diesem Jahr war es bisher noch im Vergleich zum Vorjahr ruhig, allerdings gehen seit dieser Woche Meldungen ein“, heißt es in dem Schreiben.

? Sollten sich Olfener, die die Raupen entdecken, direkt an die Stadt wenden? Was ist der richtige Weg?

So ist es. Die Stadt kümmert sich dann um die Entfernung der Nester. Die Meldungen über mit Eichenprozessionsspinnern befallene „städtische Bäume im Innenstadtbereich sowie an markanten Stellen im Außenbereich (zum Beispiel Ruhebänke, Bushaltestellen)“ sollen bitte direkt bei der Stadt Olfen eingehen. Auf die Bereiche mit Eichen an Spielplätzen, Schulen und Kindergärten werde besonders geachtet, so die Stadt Olfen in der Stellungnahme.

Die Stadt hatte im Januar angekündigt, Meisennistkästen im Stadtgebiet aufzuhängen. Ist das schon umgesetzt?

Ja, das war eine präventive Maßnahme der Stadt in diesem Jahr. „An markanten Stellen im Stadtgebiet“ seien die Meisenkästen aufgehängt worden, so die Stadt.
Das sei eine „natürliche Bekämpfung“ der Raupen. Die Larven der Raupen stehen nämlich auf dem Speiseplan der Vögel.

? Wie geht die Stadt denn vor, wenn jetzt Stellen gemeldet werden? Was ist das bevorzugte Mittel der Bekämpfung der Raupen?

Die Stadt Olfen setzt dabei nicht auf die Chemiekeule. Sie teilt auf diese Frage hin mit: „Neben der vorbeugenden natürlichen Bekämpfung durch Meisen und einer sehr zurückhaltenden Biozid-Behandlung nur an wenigen empfindlichen Stellen (Spielplätze, Schulen etc.), wird die akute Entfernung der Nester durch Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Olfen mit einem dafür angeschafften Absauggerät durchgeführt.“

Der Sauger und die dazugehörige Schutzausrüstung war schon im vergangenen Jahr für 2500 Euro angeschafft worden. Die Nester werden, wenn der Bauhof sie abgesaugt hat, von einem Entsorgungsunternehmen entsorgt.

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