Freigabe der Bilholtstraße in Olfen ist in greifbare Nähe gerückt

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Die Freigabe von Bilholtstraße und der Straße Zur Geest rücken in greifbare Nähe. Schon jetzt können sich alle Verkehrsteilnehmer in Olfen gedanklich auf gravierende Veränderungen einstellen.

Olfen

, 30.09.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Großkampftag“ auf Olfens meist befahrener Straße: Sattelzüge mit frischem Asphalt fahren vor, damit die Bauarbeiter die letzte Schicht auf der Bilholtstraße auftragen können. Die letzte große Aktion beim Millionenprojekt. Noch müssen sich die Verkehrsteilnehmer einige Tage gedulden - und auf gutes Wetter hoffen.

„Für die nächste Woche haben wir die Markierungsarbeiten geplant“, sagt Klemens Brömmel, stellvertretender Fachbereichsleiter bei der Stadt Olfen. Dabei sei die ausführende Firma auf trockenes Wetter angewiesen. Der Zeitplan ist auch auf der letzten Etappe eng getaktet.

Für Samstag, 10. Oktober, hat die Stadtverwaltung die Freigabe der Bilholtstraße und der Straße zur Geest geplant. Wer mit dem Bus fahren will, muss sich zwei Tage länger gedulden. Ab Montag, 12. Oktober, steuern sie wieder den Mobilpunkt an der Stadthalle an.

Roter Teppich kann erst in einem Monat ausgerollt werden

Einen Schlussstrich unter das Projekt kann die Stadt dann aber noch nicht ziehen. Für November sind die Pflanzarbeiten terminiert - inklusive der Beete vor dem Leohaus. Auch den „roten Teppich“ kann die Stadt den Radfahrern erst in etwa vier Wochen ausrollen. Würde diese Arbeit bereits bei den anderen Markierungsarbeiten erledigt, würde sie sich nach Auskunft der Stadt negativ auf die Haltbarkeit auswirken.

Gleichwohl beginnt bereits mit dem 10. Oktober ein „neues Verkehrs-Zeitalter“ in Olfens Innenstadt. Weiße Linien und Fahrrad-Piktogramme weisen darauf hin, dass sich motorisierte Verkehrsteilnehmer ab sofort die Bilholtstraße mit Fahrradfahrern teilen müssen. Ob und wie gut es gelingt - zuverlässig voraussagen kann es niemand.

Wo früher Ampeln den Verkehr regelten, ist im Zuge der Umbauarbeiten an der Kreuzung Zur Geest/Bilholtstraße ein Mini-Kreisverkehr entstanden.

Wo früher Ampeln den Verkehr regelten, ist im Zuge der Umbauarbeiten an der Kreuzung Zur Geest/Bilholtstraße ein Mini-Kreisverkehr entstanden. © Thomas Aschwer

Fakt ist, Auto- und Lkw-Fahrer müssen sich auf Olfens meist befahrener Straße kräftig umstellen. Aber auch die Radfahrer werden sich an die neue Verkehrsführung gewöhnen müssen, die ausdrücklich ihre Position im Straßenverkehr stärken soll. Die Bewährungsprobe bestehen muss auch der neue Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung Bilholtstraße/Zur Geest, der die letzte Ampel Olfens ersetzt hat.

Punktlandung bei den Finanzen und beim Zeitplan

Und wie fällt das vorläufige Fazit der Verwaltung aus? „Der finanzielle Rahmen von rund 1,9 Millionen Euro (inklusive Bepflanzung) ist eingehalten worden“, sagt Klemens Brömmel.

Aktuell können die Busse den Mobilpunkt an der Stadthalle nicht anfahren, in wenigen Tagen wird sich das ändern.

Aktuell können die Busse den Mobilpunkt an der Stadthalle nicht anfahren, in wenigen Tagen wird sich das ändern. © Thomas Aschwer

Gleiches gilt fast zu 100 Prozent beim ambitionierten Zeitplan. Ende September wollte die Stadt fertig sein. Ein Ziel, das bei Extrem-Wettertagen im Frühjahr utopisch erschien. Dazu kamen nicht eingeplante Arbeiten an den Leitungen.

Lob verteilt Brömmel an Anwohner, Verkehrsteilnehmer und Baufirma. Trotz der Umleitungen, des Lärms und Staubs gab es kaum Beschwerden und Probleme. Jetzt muss sich „nur“ noch das Konzept bewähren.

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