Fünftklässler der Wolfhelm-Gesamtschule beschäftigen sich mit Kinderarmut

OLFEN Kinder in vielen Ländern der Welt gehen nicht zur Schule, sondern müssen arbeiten. Nur so können Familien zum Beispiel in afrikanischen Ländern überleben. Kaum vorstellbar für Fünftklässler der Wolfhelm-Gesamtschule. Wie Hilfe in armen Ländern aussehen kann erzählte ihnen Gabi Casper, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin von Unicef.

von Von Theo Wolters

, 11.03.2009, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Jahren bemüht sich das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, die Zustände für Kinder in armen Ländern zu verbessern. Was ist Unicef? Wie sieht die Arbeit aus? All dies erfuhren die Fünftklässler von Gabi Casper. Im Unterricht bei Cordula Bahn-Delker hatten sich die Kinder bereits mit Kinderarbeit und Kinderarmut befasst.Aus dem Leben einer Familie Sie gehört einer Unicef-Gruppe in Münster an. "Unicef wurde 1946 nach dem Krieg gegründet und kümmerte sich auch bei uns um arme Kinder", erläutert Gabi Casper.  Gabi Casper zeigte den Fünftklässlern beeindruckende Fotos, die die Armut der Kinder demonstrierten. Oft ist auf den Fotos aber auch ein Lächeln der Kinder zu entdecken. Sie schilderte den Kleinen das Leben in einer Familie. Die Eltern haben meist sieben und mehr Kinder. Mädchen und Jungen müssen arbeiten. Jungen gehen zwar oft zur Schule, doch für viele Mädchen ist dies nicht möglich. Kinder werden auch beim Knüpfen von Teppichen eingesetzt. "Unicef kämpft gegen Kinderarbeit", erklärt Gabi Casper. So gebe es bei Teppichen ein Gütesiegel. "Dies ist die Garantie dafür, dass der Teppich ohne Kinderarbeit hergestellt wurde."

Damit die Kinder eine bessere Zukunft haben, bemüht sich Unicef um eine gesunde Ernährung und ermöglicht immer mehr Kindern den Besuch einer Schule. Wie wichtig der Schulbesuch ist, wissen die Fünftklässler. "Sie bekommen keine Arbeit", so ihre Antwort auf die Frage, was denn sei, wenn die Kinder nicht zur Schule gehen."Schule in der Kiste"

Gabi Casper erzählte, dass der Unterricht in den afrikanischen Ländern unter freiem Himmel stattfindet. "Unicef unterstützt die Kinder mit dem Projekt Schule in der Kiste." Und die Kinder seien sehr froh, wenn sie Unterricht haben können. Damit die Mädchen und Jungen auch das wichtige Unterrichtsmaterial haben, verteilt Unicef Kisten mit allen wichtigen Dingen für die Schule.

Eine Kiste hat Material für zwei Klassen à 40 Kindern. Lamy-Füllhalter gibt es darin jedoch nicht, die Kinder sind noch mit einer Schiefertafel und Kreide zufrieden. Kaum vorstellbar für die Fünftklässler der Gesamtschule. HTW   Im Unterricht bei Cordula Bahn-Delker befassten sie sich mit Kinderarbeit und Kinderarmut.

 

Lesen Sie jetzt