Funde des Römerlagers Olfen sind nun im Römermuseum

Ausstellung

Viel war noch nicht zu sehen, aber was von den Funden des neu entdeckten Lagers Olfen im Römermuseum seit Samstag gezeigt wird, hat es in sich. Besucher aus der Nachbarschaft, aber auch aus Hilden, Hagen, Duisburg, Oberhausen und Osnabrück drängelten sich vor den Vitrinen.

OLFEN/HALTERN

30.10.2011, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Funde aus dem Römerlager in Olfen werden nun auch im Römermuseum ausgestellt.

Funde aus dem Römerlager in Olfen werden nun auch im Römermuseum ausgestellt.

Museumspädagogin Renate Wiechers erzählte: "Grundsätzlich hat der Fund eine große Bedeutung für die Wissenschaft, die in dieser frühen Phase der Ausgrabungen erst einmal Vorrang hat. Was bisher vorliegt, stammt von Bodendenkmalpflegern, Sondengängern und Feldbegehern, die mit den Archäologen zusammenarbeiten. Was wir sicher sagen können, ist, dass die Funde aus der Zeit sieben bis acht Jahre vor Christus stammen und sicher römisch sind. Bisher wurde nur ein Suchschnitt von 13 Meter Länge gegraben, der einen römischen Spitzgraben nachweist, der zuvor von Luftbildarchäologen und durch Magnetfeldmessungen gefunden wurde. Trotz des Vorrangs der Wissenschaft muss man die dort gefundenen Exponate der Öffentlichkeit zeitnah zeigen, so kam es zu dieser Ausstellung."

Dass die Ausstellung angenommen wird, machte der Zustrom der Besucher deutlich. Nicht nur aus der näheren Umgebung, auch von weiter her kamen Interessierte. Eine Mutter aus Lembeck sagte: "Wir haben von den Funden und der Ausstellung im Radio gehört und wollten sie den Kindern zeigen." Eine Frau aus Remscheid ergänzte: "Ich komme mit meinem Mann regelmäßig ins Museum. Als wir von den Funden hörten, sind wir sofort hierher gefahren."

Lesen Sie jetzt