Gäste zeigen Verständnis für Rauchverbot

OLFEN "Man muss sich als Wirt durchsetzen", erzählt Johannes Greskamp auf die Frage ob sich seine Gäste an das neue Raucherschutzgesetz halten würden. Das am 1. Juli in Kraft getretene Rauchverbot in Gaststätten hat in ganz Deutschland schon im Vorfeld für Diskussionsstoff gesorgt. Auch die Olfener Wirte müssen sich den neuen Bedingungen in der Gastronomie nun anpassen.

von Von Stefan Richter

, 14.07.2008, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Michael Kowalek darf in der Gaststätte De Paot weiter rauchen.

Michael Kowalek darf in der Gaststätte De Paot weiter rauchen.

Auch Christine Löbbert, Inhaberin des Restaurant Stilbruch, ist vom Verständnis der Raucher begeistert. "Es läuft unheimlich gut, die Raucher sind sehr verständnisvoll".

Auch Christine Löbbert, Inhaberin des Restaurant Stilbruch, ist vom Verständnis der Raucher begeistert. "Es läuft unheimlich gut, die Raucher sind sehr verständnisvoll".

Die Gastronomin hat zu der Thematik Rauchverbot eine ganz eigene Meinung: "Man sollte das alles gar nicht so hochpuschen" erklärt sie uns im Gespräch. Die Gastronomin, die sogar extra einen Nicht-Raucherraum einrichtete, hatte das Rauchverbot schon zum 1. Januar 2008 in ihrem Restaurant eingeführt und konnte bereits ein halbes Jahr lang Erfahrung sammeln.

In den letzten Tagen gab es häufiger Meldungen aus Großstädten in denen Kneipiers und Wirte ihre Konkurrenz beim Ordnungsamt anschwärzten. Dies verurteilen die beiden Gastronomen scharf.

Zusammenhalt der Olfener Wirte

"Kollegen müssen zusammenhalten, so ein Verhalten find ich so unfair", erklärt Johannes Greskamp verständnislos. Christine Löbbert fügt hinzu " das ist eine Dummheit, in Olfen gibt es so etwas nicht, wir helfen uns gegenseitig."

Franz Frye, Inhaber der Kneipe De Paot, hat dem Thema Rauchverbot nicht mehr viel hinzuzufügen. "Mittlerweile sollte jedem klar sein was erlaubt ist und was nicht". Auch er hat in seiner Kneipe den Schankraum zur Raucherbar erklärt und Probleme zwischen Rauchern und Nicht-Rauchern sind ihm wie seinen Kollegen fremd.

"Es hat nie ein Problem gegeben". Das Thema Anschwärzen stößt auch bei ihm auf Unverständnis. "Wir sind doch alle Kollegen und Anschwärzen ist das Letzte".

Lesen Sie jetzt