Gesamtschule mit Olfen? Dattelns Politiker dafür

Start im Schuljahr 2018/19

In Datteln soll eine Gesamtschule entstehen - als Teilstandort der Olfener Wolfhelmgesamtschule. Und losgehen soll es damit schon im Schuljahr 2018/19. Das zumindest haben die Politiker in Datteln beschlossen. Eine andere Stelle muss allerdings noch ihre Zustimmung geben.

DATTELN/OLFEN

von Björn Korte und Theo Wolters

, 15.10.2017, 15:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gesamtschule mit Olfen? Dattelns Politiker dafür

Der Dattelner Gesamtschulstandort soll ab dem Schuljahr 2018/19 aufgebaut werden. Los gehen soll es mit drei fünften Klassen – vorausgesetzt, es liegen genügend Anmeldungen vor. Kommt es zum Aufbau des Dattelner Gesamtschulstandorts im Schulgebäude am Westring, wird die Hauptschule auslaufen.

Der Stadtrat fasste seinen Beschluss vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bezirksregierung sowie der Zustimmung des Olfener Stadtrats. Bürgermeister André Dora sagte, er sei nach Gesprächen mit Olfens Stadtverwaltung optimistisch, dass die geplante Schulkooperation gelingt. Gewinner seien beide Städte und vor allem die Schüler, die dann nicht länger in die Nachbarstadt pendeln müssten – zumindest in der Sekundarstufe 1.

Lehrer, Eltern und Schüler aus Olfen sind dagegen

In einer Erklärung hatten sich Eltern, Lehrer und Schüler der Wolfhelmschule in Olfen gegen einen Teilstandort in Datteln ausgesprochen. Der Schulausschuss der Stadt Olfen hatte bei seiner Sitzung am 5. Oktober keine Empfehlung ausgesprochen, da die Erklärung der Schulkonferenz der Politik erst bei der Ausschusssitzung vorlag.

Der Olfener Rat wird nun bei seiner Sitzung am Donnerstag, 19. Oktober, um 18 Uhr in der Stadthalle über den Teilstandort entscheiden.

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CDU Datteln: Diskussion in Olfen nur ein "Störfeuer"

Die Diskussion in Olfen war auch Teil der Diskussion in Datteln: Den Widerstand von Eltern sowie auch Lehrern in Olfen gegen die Gesamtschulkooperation nannte Thomas Benterbusch (CDU) ein „Störfeuer“ und sprach von „an den Haaren herbeigezogenen Argumenten“. Grünen-Sprecher Dr. Marco Zerwas empfahl, die Stadt solle sich „schnellstmöglich einen anderen Partner suchen, wenn Olfen nicht zur Kooperation bereit ist“. Denkbar wäre beispielsweise auch eine Kooperation mit der Waltroper Gesamtschule.

Lediglich FDP-Sprecher Peter Amsel tat sich „als erklärter Freund der Sekundarschule schwer mit der Zustimmung zur Gesamtschule“. Amsel befürchtet, dass die Anmeldezahlen am Comenius-Gymnasium im Zuge des Gesamtschulaufbaus sinken könnten. Die von der Stadt und Pädagogen vor Jahren geplante Sekundarschule in Datteln ist am Widerstand Dattelner Eltern gescheitert.

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