Gesamtschule Olfen steigert mit Teilstandort Datteln weiter die Anmeldezahlen

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Die Gesamtschule Olfen entwickelt sich mit dem Teilstandort Datteln zur einer Erfolgsgeschichte: Trotz rückläufiger Viertklässler-Zahlen wollen mehr Kinder zur Gesamtschule.

Olfen, Vinnum

, 27.02.2019, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Wolfhelm-Gesamtschule bleibt neben dem "normalen Lernen" Platz für vielfältige Aktivitäten. Dazu gehört in diesem Jahr auch die Teilnahme am Nelkendienstags-Umzug. Auch bei der Gestaltung des Bollerwagens haben sich die Schüler intensiv eingebracht.

An der Wolfhelm-Gesamtschule bleibt neben dem "normalen Lernen" Platz für vielfältige Aktivitäten. Dazu gehört in diesem Jahr auch die Teilnahme am Nelkendienstags-Umzug. Auch bei der Gestaltung des Bollerwagens haben sich die Schüler intensiv eingebracht. © Thomas Aschwer

Für mehr als 40 Kinder und ihre Familien endete das diesjährige Anmeldeverfahren an der Gesamtschule mit einer riesigen Enttäuschung. Der neue Schulleiter Dr. Jerome Biehle musste ihnen eine Absage erteilen. Eine Situation, die ihm schlaflose Nächte gekostet hat, denn Eltern und Kinder hätten sich schließlich bewusst für die Wolfhelmschule entschieden. Allerdings müssen sich die Verantwortlichen der Schule an klare Vorgaben halten.

87 neue Gesamtschüler in Olfen und Datteln

87 Mädchen und Jungen werden an beiden Standorten aufgenommen. Sie bilden ab Sommer jeweils drei Eingangsklassen in Olfen und Datteln. Die gestiegene Zahl der Anmeldungen war nach Einschätzung von Jerome Biehle nicht unbedingt in der Form zu erwarten. Schließlich führt der Weg zum Abitur auch an den Gymnasien ab Sommer wieder über neun Schuljahre. Konnten in den vergangenen Jahren die Gesamtschulen mit mehr Zeit und mehr Ruhe als an Gymnasien werben, ist dieser Vorteil bald Geschichte. Dennoch ist die Entwicklung an der Wolfhelm-Gesamtschule „extrem positiv“, so der Schulleiter. Er empfindet die hohen Anmeldezahlen als deutlichen Vertrauensbeweis der Eltern zur Wolfhelm-Gesamtschule.

Nachfrage in Datteln ist weiter gestiegen

Vor allem am neuen Teilstandort Datteln startet die Schule absolut durch. Zum Start im vergangenen Jahr wurden gleich 97 Kinder angemeldet. Im zweiten Jahr ist der Zuspruch weiter gestiegen. Nicht ganz mithalten kann auf den ersten Blick mit dieser Entwicklung der Standort Olfen. Hier wurden in diesem Jahr 103 Mädchen und Jungen angemeldet, im vergangenen Jahr waren es noch 111. Was auf den ersten Blick als Rückgang gewertet werden könnte, muss im Verhältnis zu den Viertklässern relativiert werden. 2018 hat die Wieschhofgrundschule 106 Mädchen und Jungen nach der vierten Klasse entlassen, in diesem Jahr werden es nach Aussage der Olfener Stadtverwaltung „nur“ 90 Kinder.

13 Kinder aus Selm, sogar 20 aus Lüdinghausen

Wie beliebt die Gesamtschule auch außerhalb der Stadtgrenzen ist, zeigen die Aufnahmezahlen für den Sommer 2019. 13 Kinder aus Selm nehmen den Weg nach Olfen zur Gesamtschule auf sich, statt die Sekundarschule oder das Gymnasium vor Ort zu besuchen. Noch deutlicher ist das Votum in der Nachbarstadt Lüdinghausen. Hier gibt es zwei Gymnasien und eine Sekundarschule. Dennoch besuchen nach den Sommerferien 20 Kinder aus Lüdinghausen die Gesamtschule Olfen. Bei diesen Zahlen muss noch berücksichtigt werden, dass es sich um die Zahl der angenommenen Kinder handelt und nicht um die Zahl der Anmeldungen.

Olfener und Dattelner bleiben in ihrer Stadt

Während Eltern und Kinder in Selm, Lüdinghausen oder sogar Haltern sehr mobil sind, schauen sie in Olfen und Datteln absolut auf Heimatnähe. In Datteln ist kein Kind aus Olfen angemeldet worden, im Umkehrschluss auch kein Dattelner Kind in Olfen. Bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler hat die Gesamtschule auch darauf geachtet, dass möglichst gleich viele Mädchen und Jungen die neue Jahrgangsstufe bilden.

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