Ingo Knüver, der Leiter des St. Vitus Stiftes freut sich über die aktuellen Entwicklungen. © Aschwer (Archiv)
Coronavirus

Große Freude im St.-Vitus-Stift in Olfen: „Weihnachten ist gerettet“

Lange war das St.-Vitus-Stift ein Hotspot der Corona-Pandemie in Olfen. Nun liegen die Ergebnisse eines weiteren Reihentests im Pflegeheim vor - und sie geben Anlass zur Freude.

Ingo Knüver, der Leiter des St.-Vitus-Stiftes in Olfen, hat an diesem Freitag gute Nachrichten zu verkünden. „Ab Montag sind wir ein coronafreies Haus“, sagt Knüver.

Lediglich ein Mitarbeiter positiv getestet

Die Ergebnisse eines weiteren Reihentests am 15. Dezember liegen nun vor, wie auch Stefanie Benting, die Geschäftsführerin des zur Stadt gehörenden Stiftes sagt. „Es sind keine positiven Bewohner dazu gekommen.“

Lediglich bei einem Mitarbeiter hätte es ein positives Testergebnis gegeben, da es sich aber um eine Kontaktperson handelte, war die Person ohnehin in Quarantäne und aktuell nicht im Dienst. Für die Bewohner gilt aber: „Ab Montag kommen alle aus der Quarantäne und dann sind wir wieder bei null“, so Benting. „Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis“, sagt Benting.

„Weihnachten ist gerettet“

Auch Ingo Knüver ist zufrieden, denn die positiven Ergebnisse bedeuten nicht nur, dass am Montag wieder Besucher in das Heim dürfen, sie bedeuten für die Bewohnerinnen und Bewohner auch: „Weihnachten ist gerettet.“

Ab Montag, 21. Dezember, gilt für Besucherinnen und Besucher das Gleiche, wie auch an Weihnachten: Es gelten strenge Sicherheitsbedingungen und der Zutritt wird nur gewährt, wenn ein negatives Testergebnis von einem POC-Test vorliegt, dieses darf nicht älter als 48 Stunden sein. Diese Tests werden im St.-Vitus-Stift montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr und donnerstags und samstags von 16 bis 19 Uhr angeboten.

Es ist auch möglich, seine Angehörigen zum Beispiel für Heiligabend nach Hause zu bringen. „Da gilt für uns das Gleiche, wie für jedes andere Heim in NRW“, sagt Ingo Knüver. Nämlich, dass die Bewohnerinnen und Bewohner die Einrichtung nur für maximal sechs Stunden verlassen können und natürlich auch weiterhin Sicherheitsbedingungen gelten, die Verantwortung liegt aber hier bei den Angehörigen.

„Situation aus dem Frühling soll sich nicht wiederholen“

NRWs-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte indes bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 17. Dezember angekündigt, er werde wenn nötig ein Besuchsrecht durchsetzen: „Um das mal abschließend zu klären: Ein Heimleiter hat nicht das Recht, das Heim dichtzumachen“, sagte er zudem.

Stattdessen sollten die Heime zusätzliches Personal erhalten – etwa für die Schnelltests. Stefanie Benting freut sich darüber, dass die Bewohnerinnen und Bewohner auch an Weihnachten Besuch erhalten können: „Die Situation aus dem Frühling sollte sich nicht wiederholen, sagt Benting und meint damit die völlige Isolation der Bewohner, als noch das Besuchsverbot herrschte. „Ich finde, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, sollten Besuche möglich sein“, sagt Benting.

Im St.-Vitus-Stift waren Mitte November die ersten Corona-Fälle bekannt geworden. Insgesamt sind drei Bewohner an Corona gestorben und ein Bewohner in Zusammenhang mit dem Virus.

Diese Regeln gelten unter anderem im Vitus Stift:
Die Bewohner dürfen täglich von 09.30 bis 12 Uhr und 15 bis 18 und donnerstags und samstags bis 19 Uhr bis zu zwei Besuche erhalten.

Besucher haben sich einen Tag vorher telefonisch anzumelden (nur so kann überprüft werden, ob im Vorfeld eine POC-Testung durchgeführt wurde).

Ein Besuch ist nur bei einer negativen POC Testung möglich (Test nicht älter als 48 Stunden).

Weitere Einzelheiten sind online auf www.vitusstift-olfen.de/ einsehbar.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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