Kirchenvorstand

Große Umschläge in Olfener Briefkästen: 11.000 Briefe verteilt

Die Olfener Vitus-Gemeinde lässt Mitglieder für den Pfarreirat und Kirchenvorstand per Briefwahl wählen. Eine höhere Wahlbeteiligung ist das Ziel. 11.000 Briefumschläge sind schon verteilt worden.
Maria Sanning (Pfarreirat), Hubertus Schulze Froning (Mitte, Kirchenvorstand) und Pastor Ulrich Franke kümmern sich, neben weiteren Unterstützern, um die Sortierung und Verteilung der Wahlunterlagen. © Foto: Maria Niermann

Der eine oder andere mag sich wundern über die vielen großen Umschläge, die in diesen Tagen in Olfener Briefkästen landen. Allerdings nur in den Briefkästen von Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde. Rund 80 ehrenamtliche Helfer verteilen seit dem 19. Oktober ca. 11.000 Briefumschläge an die Mitglieder der Gemeinde. Diese sind aufgerufen, Mitglieder für Pfarreirat und Kirchenvorstand zu wählen.

Mithilfe der Briefwahl erwarten die Verantwortlichen eine höhere Wahlbeteiligung als bei dem Urnengang. In der Vergangenheit lag die Wahlbeteilung deutlich unter 10 Prozent. In 2017, dem ersten Briefwahljahr, lag die Wahlbeteiligung in St. Vitus dagegen bei 22,8 Prozent. Ein Grund für die diesjährige Wiederholung.

Maria Sanning vom Pfarreirat und Hubertus Schulze Froning vom Kirchenvorstand werben für die Teilnahme an der Wahl. „Hierbei geht es um die Gemeindearbeit vor Ort. Das müssen wir losgelöst sehen von der Kirchenpolitik über die im Moment so viel Negatives berichtet wird“, so Maria Sanning. Hubertus Schulze Froning ergänzt: „In Olfen und Vinnum passiert so viel Gutes. Die Wahl ist ein Statement. Der Wähler sagt mit seinem Kreuz: Die Gemeindearbeit vor Ort hat für mich eine große Bedeutung.“

Pastor Ulrich Franke ergänzt: „Wer bei diesen Wahlen mitmacht, dokumentiert, dass ihm die Gemeinde – hier speziell die Vitusgemeinde – wichtig ist.“ Hinzu komme, dass eine hohe Wahlbeteiligung für die Gewählten als persönliche Legitimation empfunden werde, eine Beauftragung der Gemeinde.

Wie geht die Wahl vor sich?

Jeder Wahlberechtigte (Pfarreiratswahl: wahlberechtigt sind Gemeindemitglieder ab 14 Jahren; Kirchenvorstandswahl wahlberechtigt sind Gemeindemitglieder ab 18 Jahren) erhält jeweils einen Umschlag für die Pfarreiratswahl und einen Umschlag für die Kirchenvorstandswahlen. Leben in einem Haushalt mehrere Wahlberechtigte kommt da einiges zusammen. „Aber das lässt sich bei der Organisation nicht anders machen“, so Pfarrer Ulrich Franke. Die Umschläge enthalten jeweils den Wahlschein (der die Vorgehensweise erläutert und auch ausgefüllt und unterschrieben werden sollte), den Stimmzettel und zwei Umschläge einen roten und einen blauen.

Nach Straßen sortiert liegen die Wahlunterlagen im Haus Katharina für die ehrenamtlichen Verteiler bereit.
Nach Straßen sortiert liegen die Wahlunterlagen im Haus Katharina für die ehrenamtlichen Verteiler bereit. © Maria Niermann © Maria Niermann

Die Bereit- und Zusammenstellung der gesamten Wahlunterlagen für jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied hatte das Bistum Münster auf eigene Initiative übernommen. Nicht alles hat dabei funktioniert. Die Gemeinde hatte einen Vorstellungsbogen der Kandidaten vorbereitet. Dieser fehlt in manchen Umschlägen. Diese können aber auf der Homepage der Gemeinde oder aber im Pfarrbüro an der Kirchstraße angesehen werden.

Wer bis zum 27. Oktober seine Wahlunterlagen nicht erhalten hat, oder wessen Umschlag nicht alle Unterlagen vollständig enthält, sollte sich ebenfalls im Pfarrbüro melden.

Die Briefumschläge mit den ausgefüllten Stimmzetteln können in jeden Briefkasten der Post eingeworfen, oder beim Pfarrbüro zu den gewohnten Öffnungszeiten abgegeben werden. Letzter Abgabetermin ist der 7. November, 11.30 Uhr.

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