Gruppe brachte Stein der Vitus-Kirche als Geschenk

Weltjugendtag

Erste Opfer hat die Pilgerfahrt zum Weltjugendtag nach Madrid bereits gebracht: die Stimmen der Teilnehmer. "Was will man machen, wenn man den ganzen Tag lang singt", sagt Pastoralreferent Martin Reuter, den Redakteur Malte Woesmann am Dienstag telefonisch erreichte, mit arg belegter Stimme.

OLFEN / SELM

von Von Malte Woesmann

, 16.08.2011, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Pilger aus dem Dekanat Lüdinghausen haben bereits schöne Tage in Pamplona erlebt.

Die Pilger aus dem Dekanat Lüdinghausen haben bereits schöne Tage in Pamplona erlebt.

„Wir sind dort wunderbar beherbergt worden“, schwärmt Reuter von der Gastfreundschaft der Spanier. Die erste Großveranstaltung haben die Pilger aus dem Bistum Münster bereits hinter sich gebracht. Am Sonntag wurde mit 6000 Pilgern auf der Burg Javier nahe Pamplona ein großer Gottesdienst gefeiert. Deutsche, spanische und andere internationale Lieder wurden dort gemeinsam gesungen – klar, dass die Stimme dann wirklich leidet. Auch Simon Schmidt, einer der Olfener Pilger, ist hellauf begeistert. „Es ist einfach nur geil“, bringt er die Stimmung auf den Punkt. Während er seine Reiseerlebnisse schildert, wird im Hintergrund im Bus auf der Fahrt nach Madrid munter weiter gesungen und geklatscht.„Der Tag auf der Burg war bisher das beste“, ergänzt Simon Schmidt. Montag hieß es Quartierwechsel. Von Pamplona aus ging es nach Madrid.

Vorher bedankten sich die heimischen Pilger aber bei ihren spanischen Gastgebern. Das Gastgeschenk, ein Baumberger Standstein der St. Vitus-Kirche, ist sehr gut angekommen. Der Stein liegt nun in der Kirche bei der Pfarrpatronin. In Madrid ist die heimische Gruppe zusammen mit anderen Pilgern aus dem Bistum Münster in Gastfamilien in einem Dorf 50 Kilometer nordwestlich von Madrid untergebracht. „Das Dorf ist fest in Bistums-Hand“, sagt Martin Reuter. Denn zu den 2000 Einwohnern des Dorfes kamen jetzt noch einmal 600 Pilger aus dem Bistum Münster hinzu.

Am Dienstag wurde dann auch das erste Mal Madrid erkundigt. U-Bahn-Fahren in der Millionenstadt Madrid stand als erstes auf dem Plan. Gegen Mittag wollen die Jugendlichen ins Schwimmbad. Bei knapp 30 Grad Lufttemperatur am Morgen, wäre eine Abkühlung nicht schlecht. Ob die Reisegruppe am Donnerstag aber sich zur Papstaudienz anstellt, ist noch nicht klar. Hunderttausende werden hierfür erwartet und die Wartezeit könnte bei der sengenden Sonne einige Stunden betragen.

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