Hegering-Chef: "Kein Jäger will leidende Tiere"

Debatte um Jagdrechte

Jäger und Tierschützer diskutieren momentan darüber, ob die Jagdrechte stärker begrenzt werden sollen. Ein Konflikt, der polarisiert. Am Freitag ist Fuchsjagd in Olfen. Hier lesen Sie, was Heinrich Lohmann, Vorsitzender des Hegerings, von den Thesen des "ökologischen Jagdgesetzes in NRW" hält.

Olfen

, 13.08.2014, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heinrich Lohmann aus Olfen, Vorsitzender des Hegerings. Seit 30 Jahren im Vorstand, seit 2006 Leiter. Er wehrt sich gegen vorschnelle Kritik an Jägern.

Heinrich Lohmann aus Olfen, Vorsitzender des Hegerings. Seit 30 Jahren im Vorstand, seit 2006 Leiter. Er wehrt sich gegen vorschnelle Kritik an Jägern.

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Das ist für Lohmann bereits durch das Jagdrecht garantiert. In Deutschland gebe es das beste Jagdgesetz der Welt, meint er.

Lohmann meint, dass es ganz gewöhnlich sei, dass es in Teilbereichen Novellierungen gibt. Für Veränderungen muss man aber nicht die Grundzüge antasten.

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"Ein leidendes Tier will kein Jäger", sagt Lohmann. Jeder Jäger wird so geschult, dass das Tier schnell getötet wird. Aber das sei natürlich relativ, weil auch die Tiere mitleiden, wenn zum Beispiel die Mutter eines Rehkitzes in einem Rudel erschossen wird.

Bei kranken Füchsen ist das nicht immer möglich, erklärt Lohmann. Bei zum Verzehr geeigneten Tieren gibt es aber die sinnvolle Verwertung.

Die alten Fallen sind meistens gar nicht mehr im Betrieb und die neuen sind so konstruiert, dass sie mit einem Schlag töten, meint Lohmann.

"Katzen dürfen nur geschossen werden, wenn sie mehr als 200 Meter vom Heim entfernt sind. Katzen sind Raubtiere, keine Haustiere", meint Lohmann. "Schauen Sie mal, was die Katze alles holt: Sie räumt Nester von Singvögeln aus, jagt Jungfasane und Junghasen", sagt er und wehrt sich auch gegen den Vorwurf, dass Jäger immer nur schießen wollen.

Lohmann meint, dass das generell nicht passiert. Aber auch unter den Jägern gebe es leider ein paar schwarze Schafe.

Lohmanns Ansicht nach ist das Halten von Wild in Gattern vergleichbar mit der Viehhaltung von Schweinen und Rindern. Das schade auch dem Ökosystem nicht.

Das gesteht Lohmann ein. Aber das Ziel davon sei die Blutauffrischung. Zudem muss garantiert sein, dass die Tiere sehr naturbezogen aufgewachsen sind. Dann sei sichergestellt, dass sie die Auswilderung auch meistern.  

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