Magdalena Miske und Sohn Mathias mit der jüngsten Generation im Stall der Schwäbisch Hällischen Landschweine. © Nora Bojarra /Luening Design
Hof Münsterlandtor

Hofladen bietet ab Januar Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein

Das Schwäbisch-Hällische Landschwein ist eine alte Rasse, die heute immer beliebter wird. Auf dem Pferdehof Miske leben jetzt wieder Ferkel dieser Rasse. Das Fleisch wird bald verkauft.

Eigentlich hatte Magdalena Miske geplant, kürzerzutreten. Vor drei Jahren hatte sich die heute 61-Jährige aus Olfen entschieden, in ihrem Hofladen nur noch am Wochenende Kuchen und Suppen zu verkaufen. Doch die Nachfrage nach dem Fleisch von Schwäbisch-Hällischen Landschweinen ließ nicht nach.

In diesem Jahr wurde die Nachfrage sogar immer größer – wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Skandalen in den großen Schlachthöfen.

Deshalb entschieden Magdalena Miske und Sohn Mathias, dass sie doch wieder Schweine aufziehen und dann im Hofladen verkaufen wollen.

Die Familie überlegte, wo es Schweine der alten Landrasse gibt. „Es war aber gar nicht so einfach, einen Züchter zu finden, der die Tiere anbietet“, erzählt Magdalena Miske. Dann wurde sie fündig. Ein Züchter aus dem Raum Soest bietet Tiere der Rasse Schwäbisch-Hällisches Landschwein an. Von dort beziehen Mutter und Sohn die Ferkel.

Seit August gibt es Ferkel auf dem Hof

Die ersten Ferkel aus Soest zogen im August auf dem Pferdehof in Olfen ein. „Die Ferkel sind zehn Wochen alt, wenn wir sie bekommen“, so Magdalena Miske. Sohn Mathias hatte einen neuen Stall gebaut. Dort ist Platz für bis zu 35 Ferkel in drei Buchten – „mit Stroh und Familienanschluss“.

Lange Jahre führte die Familie in Olfen einen landwirtschaftlichen Betrieb. Vor 20 Jahren entschied sich Josef Miske, stattdessen einen Pferdehof zu eröffnen. Seine Frau Magdalena behielt ihren Hofladen auf dem Gelände.

Die kleinen Schweine werden ohne Wachstumsförderer groß, wachsen sehr langsam. „Ferkel dieser Rasse brauchen acht Wochen länger bis zur Schlachtreife als andere Schweine“, erklärt Magdalene Miske.

Das erste Schwein wird am 3. Januar geschlachtet – bei Brüning in Selm. „Das ist kein langer Weg, nur zehn Minuten mit dem Pferdetransporter.“ Zerlegt wird das Tier dann bei der Landfleischerei Volle in Olfen.

Verkauf ab dem 7. Januar

Verkauft wird das Fleisch ab 7. Januar im Hofladen Miske, Hof Münsterlandtor, an der Dattelner Str. 79. Und dann jeweils von Donnerstag bis Sonntag. „Wir wollen pro Woche ein Schwein schlachten, es gibt bei uns dann alles von dem Tier zu kaufen.“

Kunden können natürlich auch vorbestellen. „Wenn jemand dickere Koteletts möchte, muss er das nur sagen.“ Magdalena Miske freut sich auch schon darauf, Koteletts und Frikadellen von den Tieren zu braten und anzubieten: „Das marmorierte Fleisch der Rasse ist sehr schmackhaft.“ Das habe auch Fernsehkoch Björn Freitag in einer Sendung festgestellt, als er Fleisch des Schwäbisch-Hällischen Landschweins, des Duroc-Schweins und einer konventionellen Rasse vergleichen ließ. Magdalene Miske: „Am besten schmeckte das Fleisch vom Landschwein.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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