Hundewiese für Olfen: Bürgermeister Sendermann überrascht mit Angebot

mlzHunde in Olfen

Olfen braucht eine Hundewiese. So viel steht fest nach zwei Bürgerversammlungen. Aber wohin damit? Es gibt zwei Flächen, die in Frage kommen - und einen salomonischen Beschluss.

Olfen

, 25.04.2020, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 1500 Hunde leben in Olfen, mindestens. So viele sind angemeldet. „Daran sieht man, wie viele Menschen das Thema betrifft“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann im Haupt- um Finanzausschuss, als es um eine Hundeauslauf-Fläche für Olfen ging. Jetzt ist die Stadt einen Schritt weiter bei der Planung.

Soll die Freilauf-Fläche in den Osten der Stadt oder in den Westen? Für beide Standorte gebe es gute Argumente, sagte der Bürgermeister. Entscheidend sei die Entfernung zum Wohnort. „Jeder möchte einen kurzen Weg dahin.“ Das könnte gelingen.

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„Lasst uns statt einer großen Fläche lieber zwei kleinere machen“, schlug Senderrmann vor. Eine im Osten an der Drei-Bogen-Brücke, eine andere im Westen unterhalb des Naturbad-Geländes. „Beide Flächen befinden sich im Eigentum der Stadt.“ Jede sei zwischen 800 und 1000 Quadratmeter groß.

Reicht die angebotene Größe?

Ob das groß genug Ist? Martina Naujoks (SPD), selbst Hundehalterin, ließ da Zweifel durchblicken. „Wenn es zu voll ist, kann die Situation schnell eskalieren.“ Sie schlug vor, dass sich die Stadt „Rat bei Fachleuten holen soll, zum Beispiel beim Tierschutzverein Lüdinghausen“.

Eine Bedingung für die Schaffung der Flächen: die bereits während der Bürgervesammlungen signalisierte Bereitschaft der Hundehalter, sich zu kümmern. „Die Stadt wird den Rasen mähen und Müll entsorgen.“ Der Rest sei Sache der Nutzer. Nur „wenn sich jemand kümmert“ ließen sich Vandalismus und Vernachlässigung vermeiden.

Einstimmig begrüßte der Ausschuss, zwei Flächen zu schaffen. Es ist aber für Hundehalter noch zu früh um sich zu freuen. Denn noch ist offen, ob die Hundewiesen am Alten Postweg (Naturbad) und an der Alten Fahrt tatsächlich öffnen können. Die Stadt Olfen möchte „das Vorhaben präzisieren und hierfür eventuell erforderliche Gutachten und Genehmigungsverfahren herbeiführen“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Eventuell sind Gutachten nötig

„Warum denn noch Gutachten?“, wollte ein Ausschussmitglied wissen. In jedem Fall sei eine Baugenehmigung nötig, sagte Sendermann. Schließlich müssen die Flächen durch einen Zaun eingefasst werden. Wie in jedem Baugenehmigungsverfahren sei eine genaue Prüfung vorgeschrieben. Da es sich bei dem Grundstück am Naturbad um einen Außenbereich handele, seien die Kriterien besonders streng. „Wir müssen die Auflagen des Landschaftsplans erfüllen.“ Ohne dem vorweg greifen zu wollen, zeigte sich der Bürgermeister aber optimistisch, dass die Hundewiesen grünes Licht bekommen werden - und die Hundehalter zwei dezentrale Angebote, um ihre Vierbeiner sicher toben zu lassen.

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