Der Neubau an der alten Villa Ritter ist fertig und kann nun von der Kita Füchtelner Mühle bezogen werden. © Emilia Knebel
Füchtelner Mühle

Kita „An der Mühle“: So sieht es jetzt in der ehemaligen Villa Ritter aus

Nach etwa einem Jahr Bauzeit ist der Neubau an der alten Villa Ritter fertig und kann von der Kita „An der Mühle“ bezogen werden. Trotz moderner Räume bleibt der Charme der Villa erhalten.

Kisten schleppen, Möbel aufbauen und Gruppenräume einrichten hieß es am Freitag, 20. August, in der Kita an der Füchtelner Mühle. Nachdem die Kinder und Erzieherinnen nun zwei Jahre lang übergangsweise in ausgebauten Containern verbracht haben, ist der Neubau an der ehemaligen Villa Ritter jetzt endlich bezugsbereit. Und der kann sich wirklich sehen lassen.

Umzug nach etwa einem Jahr Bauzeit

Aus allen Ecken tönen noch die Geräusche von Bohrmaschinen und anderen Werkzeugen und die letzten Möbel werden geliefert, während die Erzieherinnen schon dabei sind, die Gruppenräume einzurichten. „Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich einziehen können und nach zwei Jahren wurde es jetzt auch Zeit“, sagt die Kita-Leitung Annika Wenner. Zwar ist gut ein Jahr, nachdem die Bauarbeiten begonnen haben, der Außenbereich noch nicht ganz fertig, ansonsten sind aber alle Vorbereitungen getroffen, damit die Kinder ab Montag, 23. August, ihre neuen Räumlichkeiten einweihen können. Denn auch die freuen sich nun natürlich gemeinsam mit ihre Eltern auf den Einzug in die neue Kita mitten in der Natur im Olfener Westen.

Der große Außenbereich der Kita wird weitestgehend naturbelassen.
Der große Außenbereich der Kita wird weitestgehend naturbelassen. © Emilia Knebel © Emilia Knebel

Einzig die Nähe zum Ufer der Stever habe laut Wenner einigen Eltern im Vorfeld Sorgen bereitet – diese konnte die Leiterin der Kita jedoch schnell beseitigen: „Dort kommt noch ein Zaun hin, damit nichts passieren kann.“

Und auch die alten Räumlichkeiten in der Villa Ritter wurden nun kindgerecht gestaltet. Der alte Charme der Villa ist in dem renovierten Gebäude trotzdem nach wie vor zu spüren: Böden, Türrahmen und Deckenelemente sind teilweise erhalten geblieben und bieten einen schönen Kontrast zum hellen und modernen Neubau. Zwei Millionen Euro investierte die Stadt Olfen in die zweigruppige Kita der Jugendhilfe Werne – und bleibt damit auch Vermieter der Räumlichkeiten.

Viel Platz und helle Räume

Mit zwei großen Gruppenräumen, dem Raum für die Spielgruppe, einer Turnhalle, Büros, einem Personalraum, großzügigen Fluren und einem weitläufigen Außenbereich haben die 46 Kinder aus der Hummel- und der Storchengruppe sowie die 10 Mitarbeiterinnen der Kita nun viel Platz zum spielen, toben und entdecken. Wichtig war den Beteiligten bei der Planung des Neubaus das Konzept der „naturnahen Kita“. So gibt es zum Beispiel ein begrüntes Dach, der neu angebaute Teil besteht aus einem Holzbau und der Außenbereich wird weitestgehend naturbelassen. Und auch rund um die Kita herum wird dieses Konzept weiter fortgesetzt: Hier soll ein Naturpark entstehen.

Viel Licht kommt durch die großen Fenster in die neuen Gruppenräume.
Viel Licht kommt durch die großen Fenster in die neuen Gruppenräume. © Emilia Knebel © Emilia Knebel

„Wir versuchen das naturnahe Konzept so gut es geht umzusetzen und auch im Kita-Alltag Nachhaltigkeit zu leben“, so Annika Wenner. So geht es mit den Kindern nicht nur jeden Tag raus zum spielen, sondern es würde zum Beispiel auch darauf geachtet, möglichst wenig Plastik zu verwenden. Auch bei den Baumaterialen und Spielgeräten wurden nach Möglichkeit nachhaltige Alternativen genutzt.

Kinder dürfen mitentscheiden

Neben den neuen Möbeln wurden so auch einige Sachen aus der vorherigen Kita mitgenommen und auch die Konzepte, nach denen in der Kita gearbeitet wird, bleiben weitestgehend die Gleichen. Das Wichtigste ist dabei für Annika Wenner, die Kinder so viel wie möglich zu beteiligen. Auf Dekoration haben die Erzieherinnen deshalb in den Gruppenräumen fast vollständig verzichtet: „Wir wollen die Räume mit den Kindern gemeinsam gestalten und sie entscheiden lassen, wie es hier aussehen soll“, erklärt die Kita-Leitung. So kann nun also in der alten Villa Ritter mit modernem Anbau und frischem Wind etwas ganz Neues entstehen.

In den Gruppenräumen haben die Kinder nun viel Platz zum Spielen.
In den Gruppenräumen haben die Kinder nun viel Platz zum Spielen. © Emilia Knebel © Emilia Knebel
Über die Autorin
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Geboren und aufgewachsen im Sauerland, dort erste Erfahrungen im Lokaljournalismus gesammelt und für das Journalistik-Studium schließlich nach Dortmund gezogen. Dem Lokaljournalismus weiterhin treu geblieben, schreibe ich hier über alles, was in Lünen und Umgebung so los ist.
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Emilia Knebel

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