In der Alten Aue gibt es insgesamt drei kleine Störche zu bestaunen. © Norbert Lange
Tierbabys

Kleine Störche in den Steverauen: Beide Storchpaare haben Nachwuchs

Beide Storchenpaare in den Olfener Steverauen haben im Mai Nachwuchs bekommen. Ob die Baby-Störche in diesem Jahr auch beringt werden, steht aber noch nicht fest.

Gleich zweimal gibt es in Olfen Storchennachwuchs. In der Alten Aue in der Nähe des Floßanlegers hat das Storchen-Paar drei kleine Störche im Horst, wie Olfens Storchen-Kenner Georg Holtman erklärt. In der Neuen Aue, in der Nähe des Skateparks, ist es noch ein Junges.

„Es waren auf jeden Fall zwei“, sagt Holtmann. Wahrscheinlich sei aber, dass das zweite Junge wegen der kühlen Witterung nicht überlebt habe. Bei den beiden Pärchen handelt es sich, da ist sich Holtmann sicher, um die Paare, die sich auch schon seit ein paar Jahren in Olfen niederlassen. Das Storchenmännchen in der Alten Aue ist beringt, es lässt sich also zweifelsfrei wiedererkennen. Am Verhalten des Paares lasse sich aber auch identifizieren, dass auch die Storchendame die gleiche ist, die schon seit ein paar Jahren für Nachwuchs an der Stelle sorgt.

Storchenbabys sind einen Monat alt

Auch das Männchen in der Neuen Aue lasse sich durch einen silbernen Ring wiedererkennen, erklärt Holtmann. Es stammt allerdings nicht von einer Beringung, wie sie in Olfen üblich ist, sondern wahrscheinlich aus einem Zoo oder Tierpark. Dieses Storchenpaar hatte erstmals im vergangenen Jahr Nachwuchs bekommen. Auch damals waren es zwei kleine Störche gewesen, von denen nur einer überlebt hatte.

Die kleinen Störche wurden Anfang Mai das erste Mal in ihrem Horst erblickt, sagt Holtmann. Sie sind also inzwischen rund einen Monat alt. Noch einen Monat weiter und sie sind bereit für ihren ersten Flug. Zuvor werden die Tiere in Olfen aber normalerweise noch beringt. Seit es 2008 das erste Mal seit langer Zeit wieder Storchen-Nachwuchs gab, gehört das in der Steverstadt quasi zur Tradition.

Ringe für die Storchenbabys? Das ist noch unklar

Ob die Tiere in diesem Jahr auch beringt werden, steht aber noch nicht fest. „Wir wissen noch nicht, wie viele Ringe uns von der Vogelstation in Helgoland zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Holtmann. Die Station sammelt dadurch Informationen über die Tiere, wie Alter und Aufenthaltsort, und gewinnt so Erkenntnisse für die Langzeitforschung.

„Als wissenschaftliche Markierungsmethode ist sie nach wie vor für die Vogelzugforschung, für die Erforschung populationsbiologischer Zusammenhänge, für ökologische Untersuchungen oder für Verhaltensstudien und damit für den Arten- und Naturschutz ein unverzichtbares Hilfsmittel“, erklärt die Station auf ihrer Homepage. Das Beringen erfolge hauptsächlich ehrenamtlich. Inzwischen gebe es allerdings so viele Daten durch die zahlreichen Beringungen, dass aktuell unklar sei, ob weitere Störche aus Olfen beringt werden.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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