Lena Weißmann kam auf die Idee, Spenden für Menschen zu sammeln, die es im Moment alles andere als leicht haben. © Weißband
Spendenaktion

Lena (7) aus Vinnum sammelt hunderte Euro für Opfer der Flutkatastrophe

Mit gerade einmal sieben Jahren stellt eine Vinnumerin eine Aktion auf die Beine, die Menschen in Not zu Gute kommt. Dafür brauchte das junge Mädchen lediglich einen Tisch und ein paar Becher.

Die Eltern von Lena Weißmann könnten wohl kaum stolzer auf ihre siebenjährige Tochter sein. Das Mädchen aus Vinnum kam während ihrer Sommerferien auf die Idee, an der hauseigenen Einfahrt Limonade zu verkaufen. Doch der Erlös sollte nicht etwa in die eigene Tasche gehen, sondern an ein ganz besonderes Projekt, das Menschen in Not hilft.

Ein Tisch, vollgestellt mit vielen kleinen Becher und ein großes Schild mit der Aufschrift „Lenas Fluthilfe“: Mehr brauchte die junge Vinnumerin nicht für ihr Spendenprojekt. Wie der Name der Aktion bereits verrät, geht das eingenommene Geld an die Opfer der Hochwasserkatastrophe, die vergangene Woche viele Orte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in enormem Ausmaß traf. „Wir haben das Ganze immer im Radio und Fernsehen verfolgt und viel über das Thema gesprochen“, erklärt Jan Weißmann die Entscheidung seiner Tochter. Zudem sei die ganze Familie in der DLRG groß geworden.

Großes Interesse an „Lenas Fluthilfe“ auch von externer Seite

Da man in Vinnum an einer stärker befahrenen Straße mit zusätzlichem Radweg wohnt, dauerte es nicht lange, bis Lena Weißmann ihre ersten Kunden bediente. Die mussten keinen festen Preis für die Limonade zahlen, sondern konnten so viel spenden, wie sie wollten. Viele Menschen haben im Laufe des Tages bei der Siebenjährigen angehalten und gespannt ihrer Idee gelauscht. Manche, die erst vorbeigefahren sind, seien aus Neugier auch noch mal umgedreht, erinnert sich Jan Weißmann.

Damit das Projekt ihrer Tochter noch mehr die Runde macht, haben ihre Eltern das Ganze in den Status auf Whatsapp geschrieben. Freunde der Familie taten es ihnen gleich. So kamen schnell Anfragen von Leuten zusammen, die ebenfalls eine Spende abgeben wollten, aber nicht die Zeit hatten, um in Vinnum am Limostand vorbeizukommen.

Geld wird nach der Spendenaktion sogar verdoppelt

Als Lena Weißmann mit ihren Eltern abends das ganze Geld gezählt hatte, kam die Siebenjährige aus dem Staunen gar nicht mehr raus. „Sie war total euphorisch und stolz. Und zu den rund 160 Euro Bargeld kam ja noch das überwiesene Geld hinzu“, erzählt Jan Weißmann. Am Ende standen 346 Euro zu Buche.

Doch damit nicht genug – Lenas Vater, der „Die Sportbootschule“ in Olfen betreibt, verdoppelte die Summe und macht noch eine glatte Zahl draus. 700 Euro gingen somit an „Aktion Deutschland Hilft“. Für Jan Weißmann war sofort klar, dass er ebenfalls spenden wird und hatte schon vor der Limo-Aktion überlegt, die betroffenen Menschen finanziell zu unterstützen.

Die Aktion der Siebenjährigen hatte einen zusätzlichen Nebeneffekt. Ein Freund von Jan Weißmann war so begeistert von dem Projekt, dass er am kommenden Wochenende etwas Ähnliches Im Benthof in Olfen auf die Beine stellen will.

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