Leohaus Olfen und JuNo Nordkirchen dürfen testweise wieder öffnen

Modellregion

Größer könnten die Gegensätze kaum sein: Während in Selm die Ausgangssperre gilt, öffnet im nur wenige Kilometer entfernten Olfen das Leohaus als Teil eines kreisweiten Modellversuchs.

Olfen, Nordkirchen

, 23.04.2021, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Leohaus in Olfen kann wieder öffnen - es ist Teil eines Modellversuchs.

Das Leohaus in Olfen kann wieder öffnen - es ist Teil eines Modellversuchs. © Arndt Brede (A)

Der ursprünglich anvisierte Termin für erste Öffnungen im Kreis Coesfeld ist längst verstrichen, ohne dass etwas passiert ist. Begründet wurde die Verschiebung mit gestiegenen Inzidenzzahlen. Die Zahlen sind zwar aktuell nicht rückläufig, aber das Projekt ist jetzt auf die Spur gesetzt - allerdings noch ohne konkretes Datum. Am Freitag (23.) ist aber bekannt geworden, wo es Öffnungen gibt - und welche Rahmenbedingungen gelten. Mit dabei sind neben anderen das Leohaus Olfen und das Jugendzentrum JuNo in Nordkirchen.

„Wir fokussieren uns im Kreis auf die Bereich Sport und Kultur, aber auch der Baustein ‚Jugend‘ ist uns sehr wichtig“, sagt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. An insgesamt acht Standorten wird es dabei Veranstaltungen im Bereich Kultur geben. Hier stehen beispielsweise die beiden Freilichtbühnen in Billerbeck und Coesfeld, aber auch die kreiseigenen Kulturzentren der Burg Vischering und Kolvenburg im Fokus der Modellphase. Zudem wird auch „Unser Leohaus“ in Olfen für Veranstaltungen geöffnet.

Weitere Maßnahmen folgen in Rosendahl, Senden und Dülmen im Laufe des Mais. Im Bereich Sport sieht die Öffnungsstrategie vor, dass in Coesfeld, Billerbeck und Lüdinghausen die (Frei-)Bäder öffnen. In Herbern werden Kurse zur Erhöhung der Schwimmsicherheit und -auffrischung angeboten. Darüber hinaus erhalten der DJK VfL Billerbeck, der TC Billerbeck und der ASV und VfL Senden die Möglichkeit, Sportangebote im Freien zu unterbreiten.

Negatives Testergebnis ist die „neue Eintrittskarte“

„Die Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie bleibt ganz klar die oberste Priorität“, sagt Landrat Christian Schulze Pellengahr. Die Kriterien, die für die Modellregionen gelten, hatte das Ministerium vorab festgelegt. So müssen alle, die die Leistungen in Anspruch nehmen wollen, ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Dies gilt auch für Kinder ab dem Schuleintritt, auch wenn sie noch keine 15 sind.

Zudem sind viele digitale Bausteine in dem Modellprojekt zu beachten. „Von der Reservierung/Anmeldung bis zur Kontaktnachverfolgung – wir wollen die digitalen Lösungen einsetzen und weiterentwickeln“, sagt auch Bürgermeistersprecher Wilhelm Sendermann. Außerdem müssten die ausgearbeiteten Hygienekonzepte eingehalten werden. „Es muss uns allen klar sein: Öffnungen gibt es nicht flächendeckend und nach Verlassen der Einrichtung sind die eingeübten Hygieneregeln wieder vollumfänglich einzuhalten.“

Das Land begleitet die Modellphase wissenschaftlich. Sollten sich während der Erprobungsphase Erkenntnisse ergeben, die eine Zunahme der Infektionszahlen zur Folge haben, wird der Kreis direkt reagieren. „Das Land und wir haben klare Abbruchkriterien definiert“, teilt Kreisdirektor Dr. Linus Tepe mit.

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