Liebhaber besonderer Wohnmobile bald in Olfen

Laika-Treffen im Juni

Mitte Juni ist Olfen das Ziel einer Gruppe von Wohnmobilfreunden aus ganz Deutschland, einer speziellen Gruppe. Laika ist das Stichwort. Dabei handelt es sich um besondere Wohnmobile aus italienischer Herstellung. Keine für Protze, aber solche für Liebhaber. Was ist geplant? Und warum in Olfen?

OLFEN

, 13.04.2016, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernd Kostede ist Vorsitzender des Laika-Clubs Deutschland, einer Art Fanclub der Laika-Besitzer. Der Verein, 1996 gegründet, hat seinen Sitz in der Nachbarschaft, in Datteln. Kostede sagte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir wollen eben nicht nur Treffen in Bayern oder Norddeutschland veranstalten. Für mich ist das ein Heimspiel. Vor zehn Jahren waren wir in Erkenschwick, jetzt sind wir in Olfen.“

Auch, weil es in Olfen aktive Mitglieder gibt – und die hätten sich bereit erklärt, sich an der Organisation des Treffens zu beteiligen: Es ist das Ehepaar Christiane und Elmar Schulze Icking. Und weil Bernd Kostede die Stadthalle so gut gefiel: „Mein Schwager ist auf dem Olfener Friedhof beerdigt worden, wir haben in der Stadthalle ein Beerdigungscafé gehabt. Wir sind 100 Leute, wir brauchen einen Saal. Wir haben hier Geschäfte im Umfeld, sind nah an der Innenstadt – das ist perfekt für uns.“ Zudem gebe es ausreichend Stromversorgung rund um die Halle.

Anwohner wünschen sich ruhige Veranstaltung

Elmar Schulze-Icking sagte auf Anfrage: „In unserer Region gab es noch kein Treffen, Bernd Kostede wollte einfach gern nach Olfen. Wir haben dann mit der Stadt gesprochen, und die hat dann ihr Okay gegeben.“ Seine Ehefrau ergänzte am Montag: „Dann haben wir Freitag auf Bitten der Verwaltung mit den Anwohnern gesprochen. Wir haben überall geklingelt und alle waren einverstanden – nur gegen den Lärm der Bässe bei Tanzveranstaltungen hätten sie etwas einzuwenden gehabt. Wir werden ziemlich ruhig sein.“

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Umfangreiches Programm geplant

Und was ist bei dem Treffen geplant? Freitags ab 12 Uhr werden die Gäste anrollen. Bei einem Bierchen soll es abends auch Tanz geben – allerdings in der Stadthalle. Am Samstag stehen Führungen mit den 80 bis 100 Ehepaaren durch die Steveraue an. Eine andere Tour soll zum Hafenbecken auf der Alten Fahrt, zur Dreibogenbrücke und an den Eseln vorbei zurück zur Stadthalle führen. Abends ist dann die Jahreshauptversammlung des Clubs, am Sonntag gegen Mittag die Abreise der Teilnehmer. Einige, sagt Bernd Kostede, blieben noch in der Region, um sich andere Orte anzuschauen – viele der Clubmitglieder seien Rentner, die ihre Freizeit genössen.

„Wir haben ganz viel gelernt über die Technik der Autos bei solchen Treffen“, sagt der Olfener Elmar Schulze Icking. Er habe das Mobil erst seit zwei Jahren. 30 Euro pro Wagen ist die Gebühr, die die Gäste entrichten müssen.

„Der Zollstock des Lebens ist nicht mehr allzu lang“, sagt Bernd Kostede. „Ich bin 66 – und das, was noch über bleibt, da wollen wir Spaß haben.“ Erwartet werden 40 bis 60 Fahrzeuge, die sich rund um die Stadthalle drei Tage lang aufstellen würden. Gäste, so Kostede, seien Willkommen.

Kurzer Überblick
„Laika“ war der Name des ersten Lebewesens, das 1957 von Menschen ins Weltall befördert wurde: eine russische Hündin, die auf dem Flug mit der Sputnik 2 verendete. Firmengründer Giovambattista Moscardini nannte darum seinen ersten Wohnwagen, den Laika 500, im Jahre 1964 nach der Hündin – und seine Firma Laika. Im Logo trägt das Unternehmen einen Windhund mit Flügeln. Laika gehört inzwischen wie viele andere Wohnmobilfabrikate seit dem Jahr 2000 der Erwin-Hymer-Gruppe an, hat ein Werk in der Toskana und ist geprägt durch seinen italienischen Stil.
Der Laika Club Deutschland besteht seit 1996 – also in diesem Jahr feiert er sein 20-jähriges Bestehen. Darum gibt es im April eine Toskana-Tour zur Besichtigung des neuen Werkes.

 

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