301 Eier legt ein Huhn in Deutschland im Durchschnitt pro Jahr - im Moment im Stall. © dpa
Geflügelpest

Lockdown für Hühner: 1000 Geflügelhalter betroffen im Kreis Coesfeld

Das ist bitter für das Federvieh. Während der Osterhase an den Feiertagen herumhoppeln darf, müssen die eigentlichen Eierleger im Stall bleiben. Wenn nicht, wird es teuer.

Wer zu Ostern frische Eier aus der heimischen Freilandhaltung kaufen wollte, hatte das Nachsehen. Seit dem 27. März darf kein Huhn aus dem Kreis Coesfeld mehr draußen scharren, picken und eben Eier legen. Es gilt strenge Stallpflicht – wegen der Geflügelpest.

Der gesamte Regierungsbezirk Münster hat sein Geflügel wegsperren lassen, ebenso die Regierungsbezirke Arnsberg und Detmold. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Wie gefährlich die Ansteckung ist, zeigt die Coesfelder Nachbarschaft. Alle 6800 Puten eines Betriebs in Münster-Handof mussten getötet werden. Zusammen mit den Vögeln aus ebenfalls betroffenen Haltungen im Kreis Warendorf und im Kreis Minden-Lübbecke sind es inzwischen fast 200.000 gekeulte Hühner, Puten und Enten.

Würde sich die Krankheit ausbreiten, wäre die Zahl der betroffenen Tiere um ein Vielfaches größer. Allein im Kreis Coesfeld gibt es rund 1000 Geflügelhalter, wie Hartmut Levermann vom Kreis auf Anfrage mitteilt. Darunter seien 80 Großbetriebe und 150 Betriebe mittlerer Größe. „Der überwiegende Teil der Geflügelhalter besitzt nur wenige Tiere.“ Sowohl das Veterinäramt als auch die Ordnungsämter vor Ort kontrollieren die Aufstallpflicht. Bei Missachtung drohen Strafen bis zu mehreren 1000 Euro.

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Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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