Viele Menschen warten auf den Start im Impfzentrum Dülmen. Für die Fahrt von Olfen aus gibt es jetzt einen besonderen Service. © Thomas Aschwer
Impfzentrum

MiO und Landfrauen Olfen bieten Senioren ehrenamtlichen Shuttleservice

Ungewöhnlich viele offizielle Schreiben bekommen in diesen Tagen die Olfener, die 80 Jahre und älter sind. Sie dürften den Menschen einige Sorgen in der Corona-Pandemie nehmen.

Der Startschuss für die Impfungen im Dülmener Impfzentrum ist zwar um eine Woche auf den 8. Februar verschoben worden, doch bereits stehen viele Fragen im Raum. Natürlich geht es um mögliche Nebenwirkungen oder andere medizinische Aspekte. Aber auch um die Fahrt zum Zentrum. „Viele werden den Weg selbst oder mit Unterstützung ihrer Familie zurücklegen“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Gleichwohl hat die Stadt nach Möglichkeiten gesucht, wie sie die Menschen unterstützen kann, die einen externen Fahrservice benötigen. Fündig geworden ist sie einmal mehr beim Verein MiO und auch bei den Landfrauen, die ihre Hilfe angeboten haben. Beide wollen den Senioren die Impfung so leicht wie möglich machen. Sie organisieren die Fahrt nach Dülmen, vereinbaren auf Wunsch aber auch den Impftermin.

Damit wirklich alle Betroffenen – es sind an die 1000 Seniorinnen und Senioren – von diesem Hilfsangebot erfahren, hat die Stadt jetzt alle Olfenerinnen und Olfener angeschrieben, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. In diesem vom Bürgermeister unterschriebenen Brief wird das Angebot erklärt und auf die Ansprechpartnerinnen (Maria Sebbel für die Landfrauen) und Doris Sendermann für MiO) verwiesen.

Die Frage nach der Impfstoffmenge steht im Raum

Das Angebot dürfte für viele Menschen eine große Erleichterung sein, die nicht über die Familie oder Freunde nach Dülmen kommen können. Die Alternativen sind übersichtlich. So bezahlen Krankenkassen gegebenenfalls den Transport zum Impfzentrum. Und schließlich gibt es noch öffentliche Verkehrsmittel. Die Fahrt von Olfen nach Dülmen ist jedoch aufwendig und kompliziert. Vor allem auch deshalb, weil das Impfzentrum am Stadtrand von Dülmen liegt.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass vor dem Impfstart weitere Privatpersonen, Vereine und Initiativen ihre Hilfe anbieten. So hat sich bereits ein Dülmener Pflegedienst gemeldet. Er will den Einsatz von freiwilligen Begleitern koordinieren.

Ein großes Paket hat der DJK Coesfeld in der Kreisstadt geschnürt. Auf einen Aufruf haben sich verschiedene Vereine und Institutionen gemeldet. Sie bringen in den ehrenamtlichen Shuttleservice für Senioren Fahrzeuge und Helfer mit ein. Mit der Bürgerstiftung hat sich in der Kreisstadt sogar ein Sponsor gefunden, der die Benzinkosten übernimmt.

Auch in anderen Orten melden sich Menschen, die die Senioren unterstützen und ihnen eine Teilnahme an der Impfaktion ermöglichen wollen. Jetzt stehen nur noch zwei Fragen im Raum: Wie groß ist die Impfbereitschaft in Olfen und den Nachbarorten? Und wie groß sind die Lieferungen des Impfstoffes?

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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