„Olfen ist sensationell“: So war das Mitsing-Konzert im Leohaus

mlzGemeinsames Singen

Zum gemeinsamen Singen traf man sich am Freitag im Olfener Leohaus. Für die Besucher bedeutete die Veranstaltung viel Spaß - und eine Reise in die Vergangenheit.

Olfen

, 30.09.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lauthals gesungen wurde am Freitagabend im Olfener Leohaus. Zum zweiten Mal bauten Andreas Löbbecke und Andreas Recktenwald ihre Leinwand dort auf, um mit sangesfreudigen Gästen alte und neue Chartklassiker durchzusingen. Und sie brauchten die Olfener nicht lange zu bitten.

Anita, Ein Bett im Kornfeld und Co

„Olfen ist sensationell. Alle waren sofort am Start, wir brauchten keine Warmmachphase“, berichtete Löbbecke. Dank der stimmgewaltigen Gäste wurde die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Das lag auch an der Auswahl der Beiträge. „Wir suchen im Vorfeld Lieder aus, die einfach mitzusingen sind.“ Das hat sich bewährt. Denn bei „Anita“, „Ein Bett im Kornfeld“ oder „Er gehört zu mir“, dröhnte es durch das ganze Leohaus.

„Olfen ist sensationell“: So war das Mitsing-Konzert im Leohaus

Andreas Recktenwald am Keyboard und Andreas Löbbecke an der Gitarre gestalteten das Rudelsingen. © Antje Pflips

Von dieser großartigen Stimmung wurde auch Egbert Steins angesteckt, der zum ersten Mal dabei war. „Ich bin positiv überrascht“, meinte er. Ehefrau Maria hatte nach dem ersten Besuch so geschwärmt, dass er nun auch mitgekommen war. Aber nicht nur er, sondern auch gleich ein paar Familienmitglieder mit. Und was die Auswahl betraf – für Werner Sander war das egal: „Hauptsache bekannt“, sagte er.

Von wem war das Lied?

In gewissem Maße nahm er auch für sich etwas mit, wie er sagte, denn die 5. und 6. Strophe von „Bolle reiste einst zu Pfingsten“ waren ihm bis dahin unbekannt. Das Mitsingen funktionierte ja ganz einfach, weil der Text großflächig angezeigt wurde.

Gedanken, wie es weiter geht, nach dem Refrain, musste sich keiner machen. Aber Fragen stellten sich die Besucher dennoch: „Wer hat das noch gesungen? Wie hieß der oder die denn noch? Wer in der gewissen Altersklasse war, kam schon noch auf die Antwort: „Ach ja, Bernd Clüver war 1973 der „Junge mit der Mundharmonika“ und Costa Cordalis kam 1976 mit „Anita“ groß heraus. So wurden auch viele Jugenderinnerungen wieder wach.

Textsicheres Publikum

„Der Erfolg dieser Veranstaltung liegt auch immer am Alter der Besucher“, erzählte Löbbecke. Meistens kämen Personen, die Ende der 50er oder Anfang der 60er Jahre geboren sind. Doch gibt es auch hier die Ausnahme. „Inzwischen kommen auch 30-jährige Besucher, die die Lieder aus dem Urlaub kennen“, so Löbbecke.

„Olfen ist sensationell“: So war das Mitsing-Konzert im Leohaus

Die Gruppe derFrauen hatte an diesem Abend viel Spaß am Mitsingen. © Antje Pflips

Das seien die Hits, die sich in Deutschland jahrzehntelang gehalten hätten. Dazu gehört zweifelsohne auch „Ein Bett im Kornfeld“, gesungen 1976 von Jürgen Drews. Für dieses Lied brauchte der Saal fast keinen Text mehr. „Von der Bühne diesen Chor zu hören, das ist „göttlich“, freute sich Löbbecke. Den wachsenden Erfolg dieser Veranstaltungen sieht Löbbecke im ungezwungen Chorgesang.

Viel Spaß beim Singen

„Singen in der Masse tut nicht weh“, stellte er fest. Kräftig mitgesungen hatten auch Conny und Claudia Sieradzon mit einem Teil des diesjährigen Elferrats und den Elfies. Als Mitglieder der Show- und Tanzgruppe „Candys“ singen die Sieradzons gerne und viel. „Wir singen alles durch die Bank. Der Abend hier ist supertoll“, bestätigten beide. Die Auswahl der bekannten Lieder und die Atmosphäre fanden Rabea Dorweiler und Christiane Klann „megaschön.“

Über begeisterte Erzählungen waren an diesem Abend schon mehr Besucher gekommen, als bei der ersten Veranstaltung. Dennoch war der Saal noch nicht ganz so voll, wie es möglich wäre. Dafür machten die meisten den Eintrittspreis verantwortlich: „Bei einem günstigeren Eintritt wären bestimmt noch mehr gekommen“, hieß es an mehreren Tischen. Der Eintritt kostete 15 Euro.

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